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12. Dezember 05

Vorsicht bei Newsgroup-Providern - Kunden wider Willen

Schnupperangebote bei Newsgroup-Providern werden zunehmend zur Abo-Falle, trotz zeitiger Kündigung kommt es zu unfreiwilligen Verträgen, berichtet die Computerzeitschrift PC Professionell (Heft 01/2006). Besser, schneller und vor allem anonymer als herkömmliche Tauschbörsen sollen die Leistungen sein. Plattformen wie Kazaa sind aber hauptsächlich durch die Verbreitung von raubkopierten Filmen, Spielen oder Programmen berühmt-berüchtigt. Die Nähe zur Raubkopierer-Szene wird offenbar in Kauf genommen, allerdings ohne selbst illegale Software anzubieten oder User zum Tausch zu ermuntern.

Anbieter wie firstload.de oder centurionet.de offerieren meist ähnliche Leistungen. Nach einer kostenlosen oder äußerst günstigen zweiwöchigen Schnupperphase kommt ohne Kündigung ein knapp 95 Euro teurer Einjahresvertrag ohne vorherige Ausstiegsmöglichkeit zustande. Wer den bei centurionet.de nicht bezahlen wollte, bekam statt einer Mahnung direkt Post vom Inkassounternehmen. Dadurch erhöhte sich die Forderungssumme von 95 auf über 120 Euro. Bei Einwänden der Kunden, sie hätten die Kündigungs-Mails rechtzeitig versandt, bleibt der Provider unnachgiebig. Ein Sprecher betonte, das seien entweder „bedauerliche Einzelfälle“ oder „die Kunden haben an die falsche E-Mail-Adresse geschrieben.“ Allerdings räumt er ein, dass es Probleme mit E-Mails von Freemailern wie Yahoo, Web.de oder Hotmail, gebe. Deren Mails enthielten unerwünschte Werbung und würden bei Centurionet als Spam angesehen. Das bedeute aber, dass viele Kündigungs-Mails gar nicht bei den Mitarbeitern ankämen und damit automatisch der Jahresvertrag in Kraft trete, so PC Professionell weiter.

Ein warnender Hinweis auf dieses Problem ließe sich jedoch nirgendwo auf der Centurionet-Seite finden. Der Newsgroup-Spezialist denkt daher nach eigenen Worten darüber nach, das Problem auf andere Weise zu entschärfen. So könnte eine Kündigung per Button auf der Website Abhilfe für die Freemail-Nutzer schaffen. Wann und ob das möglich sein wird, ließ der Sprecher jedoch offen.

Update: Mehr Informationen finden Sie auch hier.

Aufgrund zahlreicher Kommentare, die auch "unschuldige" Anbieter verdächtigten, mussten wir uns schon mehrerer Abmahnungen erwehren. Bite nicht böse sein, wenn Kommentare bestimmter Eintragenden entfernt sind - Zensur fineet sonst nicht statt, aber wir müssen im Rahmen des Erlaubten bleiben. Dieser uralte Beitrag mit den ofenbar noch immer aktuellen Abzockethemen ist nun ab sofort für Kommentare gesperrt, damit wir nicht wegen Euch ins Gefängnis müssen.

Posted by PCPro on Dezember 12, 2005 at 09:11 vorm. | Permalink

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