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24. Mai 06

WinHEC 2006 (4): Vista, Startup-Repair-Tool, USB-Sicherheit, Reliability-Monitor, Hilfe- und Support-Extension und viele, viele Regeln

Usb1 Ein absolut sinnvolles und wichtiges Security-Feature ist das Absichern des USB-Ports. Dessen Flexibilität und Freizügigkeit im Umgang mit mobilen Flash-Speichern macht ihn zum attraktiven Kandidaten für Datendiebe (sog. Pod-Slurper). In Windows Vista können Anwender USB-Flash-Speicher mit NTFS formatieren und per EFS (Encrypting File System) verschlüsseln und so vor neugierigen Blicken schützen. Auch die Nutzung des USB-Ports lässt sich einschränken und etwa festlegen, dass dieser nur bestimmte Geräte zulassen, alle anderen aber blockieren soll. Gp_object_w2k Ermöglicht wird dies durch die neue Group Policy for Device Installation, also eine Gruppenregel für die Installation von Geräten.

Neue Group Policies in Vista

Group Policies in Windows XP waren zwar bereits ein machtvolles Instrument zur Benutzer-basierten Absicherung des PCs durch festlegen bestimmter Regeln für erlaubte und verbotene Aktionen, doch waren sie ein schwer verständliches und kompliziertes Werkzeug. Das soll mit Vista leichter werden. Die Integration der Regeln in die Management Konsole soll leichter vonstatten gehen, vordefinierte Objekte (Templates) etwa für Energieoptionen und Geräteinstallationen machen die Konfiguration simpler und Such-, Sortier- und Filterfunktionen für Policies sBlue_element ollen das Aufspüren von gesuchten Einstellungen beschleunigen. Anwender will Stella Chernyak, Group Product Managerin, damit einfacher in die Lage versetzen, dass sie bestimmen können, welcher Benutzer welche Geräte und Systemparameter einsetzen, aktivieren, deaktivieren oder anpassen darf.

Rettung wie von Geisterhand

Durch eine leichter verständliche Sprache und konkrete Handlungsanweisungen, so Chernyak, sollen Anwender auch schneller Systemdiagnosen durchführen, Performance-Flaschenhälse aufspüren und drohende Komponentenausfälle vorhersagen könVista_island nen. Immer mehr wird dabei durch Vista automatisiert: Das Startup-Repair-Tool verspricht, ein boot-unwilliges Vista in 80 Prozent der Fälle ohne Eingriff des Benutzers zu retten. Ein Systemmonitor meldet selbständig, wenn Hardwarekomponenten wie Festplatten und Arbeitsspeicher auszufallen drohen. Und ein neuer Reliability Monitor (Zuverlässigkeitsmonitor) überwacht den Rechner auf Ausfallerscheinungen von Programmen, Betriebssystem und -diensten sowie Hardwarekomponenten. In einem Graphen wird dann eine System-Stabilitätskurve angezeigt ähnlich dem Performance Monitor in Windows XP, die deutlich macht, wann welche Dienste Schwächeanfälle hatten. Um diese so genannten Events (Vorkommnisse) im Detail nachzuvollziehen, gibt es Event Logs, die sich schnell mit Millionen von Zeilen füllen und von keinem Admin mehr zu durchblicken sind. In Vista wird es ein vereinheitlichtes XML-Schema für alle Events geben sowie ein völlig neues Event-Log, und User sollen Events filtern, in gewünschter Weise anzeigen, entsprechende Daten zur Analyse austauschen sowie die Vista_guckmal_1 XML-Schemas in andere System-Management-Tools integrieren können.

Mehr automatischen Support von Vista

Supportkosten minimieren helfen kann das in Vista erweiterte Hilfe- und Support-Center, das jetzt mehr Schritt-für-Schritt-Tipps zur Fehlerbehebung und zum Aufspüren notwendiger Workarounds bietet. Zur Verdeutlichung wird zudem der Screen abgedunkelt, und nur der für die jeweilige Funktion erforderliche Bildschirmbereich erstrahlt in vollem Desktopglanz. Hilfe zur Selbsthilfe nannte man das früher. Heute ist es Kostenersparnis, weil sich die Admins um die wirklich wichtigen Dinge im netzwerk kümmern können, statt ständig Steigbügelhalter für Benutzer zu sein. Ob die Auto-Support-Funktions-Erweiterung jedoch ausreichend ist, wird erst der breite Praxiseinsatz zeigen. Denn die meisten Probleme kommen nicht dann, wenn man testhalber nach ihnen sucht, sondern wenn man sie am wenigsten gebrauchen kann, mitten im Produktiveinsatz. Und bisher hat, das war zumindest meine Erfahrung, ein kurzer Blick ins Web immer noch mehr geholfen, als eine nutzlose "Diskussion" mit einer hilflosen Betriebssystem-Hilfefunktion. Vista, zeig, was du kannst...

Posted by Heiko Mergard on Mai 24, 2006 at 05:21 nachm. | Permalink

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