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28. September 06
Intel bringt SSE4
Intel fügt der SSE3-Befehlssatzerweiterung (Streaming SIMD Extensions) seiner aktuellen Prozessoren 53 zusätzliche Befehle hinzu und nennt das Ganze jetzt SSE4. Die SSE4-Erweiterungen sollen 2007 zusammen mit den ersten Core-2-Prozessoren in 45-Nanometer-Bauweise (Codename Penryn) eingeführt werden. Die bereits verfügbaren Core-2-Prozessoren in 65-Nanometer-Technik hatten zur Jahresmitte zwar schon einmal 32 Extra-Befehle erhalten – Intel war das aber nur die neue Bezeichnung „Supplemental SSE3“ wert. Selbst wenn hier im Zusammenhang fälschlicherweise oft der Name SSE4 zu lesen war, die höhere Versionsnummer gibt es erst jetzt mit dem neusten Update.
Auch die SSE4-Befehle sollen weiterhin vor allem Multimedia-Anwendungen beschleunigen und leichter programmierbar machen. Häufig benutzte Algorithmen sind fest in der Prozessor-Hardware verankert und lassen sich über die einfachen SSE-Befehle aufrufen. Bei SSE4 gibt es jetzt beispielsweise eigene Befehle, um mit komprimierten DWORD- und QWORD-Daten schneller zu arbeiten (wichtig für Bild- oder Videobearbeitung) oder um das Skalarprodukt von zwei Vektoren im Fließkommaformat zu bilden (wichtig für 3D-Software und Spiele). Weitere Befehle ermöglichen es zudem, Zeichenketten oder Texte zu durchsuchen. Das bringt mehr Geschwindigkeit bei der Textsuche oder beim Virus-Scan.
Damit die SSE4-Befehle nutzbar sind, müssen Betriebssystem und Anwendungen allerdings erst entsprechend angepasst werden. Die Software-Hersteller haben von Intel bereits die entsprechenden Spezifikationen und Compiler-Werkzeuge erhalten, um zeitnah zur Markteinführung der Hardware passende Produkte anbieten zu können.
Posted by Sascha Faber on September 28, 2006 at 11:55 vorm. | Permalink
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