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21. Februar 07

Video über USB?

Samsung_usb_tft VGA, DVI – alles überflüssig, wenn es nach dem Willen von Samsung geht. Die Idee ist eigentlich nicht so weit hergeholt: Videodaten werden in kleine Pakete verpackt und über USB an den Monitor verschickt. Auf dem Rechner emuliert dazu eine Software die Grafikkarte und baut den Datenstrom auf. Die Hardware-Voraussetzungen sind relativ gering. Als Gegenstelle muss im Monitor – neben dem USB-Hub – lediglich ein Chip verbaut werden, der die Pakete empfängt und in Signale für den Controller zurückwandelt. Die Leistung reicht aus, um bis zu acht Bildschirme parallel anzusteuern. Selbst Videos gehen flott über die USB-Leitung.
Weil USB an jedem PC oder Notebook vorhanden ist, funktioniert die Sache überall. Mit einer 2-GHz-Single-Core-CPU geht das auch problemlos, nur ältere CPUs dürften hier zu langsam sein. Mit den Doppelprozessoren ist das jedoch kein Thema, denn der zweite hat ja meist eh nichts zu tun.
  Klingt alles ganz toll, aber ein paar Haken gibt es natürlich. Die Wintel-PCs verlangen beim Start zunächst eine VGA-Kompatible Grafikkarte. Erst dann kann man zur USB-Grafikkarte umschalten. Das ließe sich jedoch in der Firmware neuerer Rechner bzw. Betriebssysteme ändern.
Schwerer wiegt, dass 3D nur sehr rudimentär möglich ist. Für den angepeilten Business-Markt wäre das kein Hindernis. Fraglich aber, ob Nvidia und ATI (AMD) davon begeistert sein werden.
Derzeit bleibt als Vorteil der sehr kostengünstige Mehrschirmbetrieb über billige und vor allem lange USB-Kabel. Denkbar sind Entfernungen von etlichen 10 bis über 100 Meter. Die Anschaffung weiterer Grafikkarten kann dank Software entfallen.
Ein fertiges Produkt wird auf der Cebit zu sehen sein. Ein Muster des Samsung 940UX war bereits in der Redaktion. Derzeit funktioniert der Monitor nur mit Windows XP, dessen Treiber in der Firmware steckt und sich automatisch installieren lässt. Allerdings soll es bis zur Messe auch Vista-Support geben.

Posted by Axel Mino on Februar 21, 2007 at 11:13 vorm. | Permalink

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