Testticker   alle VNU-Weblogs

« Schnellster MacMini aller Zeiten | Start | Europa – ein Einkaufsparadies? »

02. April 07

Sicherheit entscheidet über Erfolg von Online-Office

Die Sicherheit technischer Neuentwicklungen wird in Deutschland zu kritisch betrachtet. Für die Nutzung von zum Beispiel Web-2.0-Applikationen in Unternehmen entstehen so hohe Hürden, sagte Klaus Radermacher, Geschäftsführer des Dresdener IT-Dienstleisters T-Systems Multimedia Solutions der PC Professionell.

Tsystems3 Für Privatanwender wie Unternehmen gilt nach Meinung Radermachers: die Entscheidung für oder gegen den Einsatz von Online-Applikationen wie Google Docs & Spreadsheets ist hauptsächlich eine emotionale. Da hierzulande eine große Angst um persönliche Inhalte und sensible Firmendaten herrsche, würden Anwender von Online-Tools eher die Finger lassen oder sie beispielsweise nur für Urlaubsgrüße nutzen. Anders in den USA: Dort hätten User weniger Bedenken, den Web-Applikationen eigene Daten anzuvertrauen.

Microsoft als Erfolgsfaktor

Wie der T-Systems-Chef der PC Professionell weiter sagte, sei das Verhalten Microsofts außerdem mitentscheidend dafür, ob sich Büro-Applikationen im Browser durchsetzten oder nicht. Beim Suchmaschinen-Betreiber Google stellt kein Unternehmen interne Dokumente ein, meint Radermacher. Wenn aber Microsoft eine Online-Version seiner Office-Software anbietet, könnte der Markt in Bewegung kommen.

Im Herbst des Vorjahres hatten Medien berichtet, die nächste Ausgabe von Microsoft Works sei als Live-Applikation geplant. Der weltgrößte Software-Hersteller hat diese Berichte weder bestätigt noch dementiert.

Technik befördert Online-Nutzung
Tsystems1 Im Gegensatz zu den Jahren nach der Jahrtausendwende sind die technischen Voraussetzungen für die so genannte Software as a Service heute vorhanden. Radermacher zufolge hapert es heute allein beim Upstream.

Schnelle Internet-Zugänge böten ausreichend Geschwindigkeit, um flüssig mit Online-Anwendungen arbeiten zu können. Allerdings sei es eine Qual, zum Beispiel umfangreiche Dokumente auf Google-Server zu laden. Künftige Anschlüsse müssen zusätzlich zum hohen Downstream-Tempo auch schnelle Uploads ins Web erlauben, damit sie den Erfordernissen von Online-Anwendungen gerecht werden, sagte der T-Systems-Manager.

Gesetzgeber hinkt hinterher
Noch nicht im Internet-Zeitalter angekommen sind nach Meinung Radermachers der deutsche und viele europäische Gesetzgeber. Während die Bürger dank der neuen Web-2.0-Dienste ungezügelt ihre Meinung im Internet veröffentlichten und dabei immer wieder Lücken des geltenden Rechts nutzten, kommen die Parlamentarier mit dem Stopfen von Gesetzeslöschern kaum hinterher.

Für die Bürger bedeuteten Tools wie Blogs und Wikis mehr Meinungsfreiheit: War es bisher der Presse vorbehalten, Beiträge zu veröffentlichen, kann im Internet heute Jedermann seine Meinung für die breite Masse zugänglich machen. Damit wächst allerdings auch die Mündigkeit der Bürger, sagte T-Systems-Chef.

Posted by Mark Schröder on April 2, 2007 at 02:35 nachm. | Permalink

TrackBack

TrackBack-Adresse für diesen Eintrag:
http://www.typepad.com/services/trackback/6a00d83451bdb469e200d83543423953ef

Listed below are links to weblogs that reference Sicherheit entscheidet über Erfolg von Online-Office:

Kommentare

Kommentar schreiben