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11. April 07

Video-Effekte wie von Profis: Das neue Premiere Pro und After Effects in Adobe Creative Suite 3

Creative_suite3 Über die interessantesten Neuerungen im neuen Photoshop CS3 (click me) und die Creative Suite 3 (click me) haben wir bereits berichtet. Doch auch für Freunde des Bewegtbilds bietet die CS3 (Production Suite und Master Collection) spannende neue Features.

Verantwortlich dafür sind Premiere Pro (Videoschnitt) und After Effects (Videoeffekte) sowie einige neue Tools, die mit beiden Programmen zusammenarbeiten und die mit wenig Aufwand ansehnliche Ergebnisse liefern, für die früher stundenlange Handarbeit erforderlich war.

Full_interface Premiere Pro CS3 und mehr

Um einzelne Szenen eines längeren Videos durch Slow Motion, Rückwärtsspulen oder Fast Motion zu betonen, ist jetzt weniger Handarbeit nötig. Dank Time Remapping lässt sich die Wiedergabe direkt in der Zeitleiste durch Stauchen oder Strecken mit der Maus beeinflussen. Damit ist auch die Länge eines Videos leichter an die Dauer eines Musikstückes anzupassen, obgleich der umgekehrte Weg die Regel ist. Premiere legt automatisch neue Keyframes an und zeigt den Effekt nach wenigen Minuten an.

OnLocation: Filmen wie die Profis

Mit OnLocation CS3, dem ehemaligen DV Rack HD, wird Premiere ein mobiles Aufnahmestudio beigestellt. Ein Camcorder kann damit per Firewire direkt  direkt auf die Festplatte eines mitgeführten Notebooks aufnehmen. Monitoring-Tools sorgen dabei für die optische sowie akustische Qualitätskontrolle und erleichtern das Finden des optimalen Kamerasetup. Am Set filtern Effekte zum Beispiel Moiré-Muster oder Streifen aus dem Bild. Die Pre-Recording-Funktion zeichnet bereits auf, bevor Sie den Aufnahmeknopf am Camcorder drücken. Die Dauer ist konfigurierbar. Gespeichert wird zum Beispiel in 30sekündigen Loops, sodass nicht sofort die Festplatte voll ist.

Soundbooth: Filmmusik aus der Konserve

Audio-Verstärkung erhält Premiere mit Soundbooth, einem kleinen Audioeditor etwa für das Entfernen von Störgeräuschen, Lautstärke-Anpassung, Fade-in/out. Die Edierfunktionen stehen aber deutlich hinter denen des professionelleren Audition zurück, das nicht Teil der CS3 ist. In Soundbooth enthalten ist jedoch ein automatischer Filmmusik-Designer. Per Beispieldateien und Schieberegler-Optionen lassen sich schnell einfache Musiken und Soundeffekte passend zum Videoclip erstellen und kombinieren. Ok, symphonische Partituren sind dabei weniger zu erwarten als eher elektronische Geklimper oder dynamische Drumbeats - aber das mag immer noch besser sein als das große "Schweigen im Walde" mitten im Video von der Strandparty.

Ultra: Virtuelle Settings mit Greenscreen

Das dritte Musketier unterstützt Premiere bei Greenscreen-Aufnahmen. Ultra CS3 kombiniert nach wenigen Klicks eine Greenscreen-Aufnahme mit einem virtuellen Setting, das in die Grünfläche eingsetzt wird. Als Hintergründe eignen sich Photoshop-Dateien sowie animierte 3D-Umgebungen. Mehrere Quellen können zu einem komplexen virtuellen Set zusammengefügt werden. Die Qualität des Compositings genügt beispielsweise bei Haaren, halb transparenten Objekten oder Reflexionen zwar nicht höchsten Ansprüchen. Für die Geschwindigkeit und Einfachheit ist sie aber gut.

After Effects CS3

Die jüngste Version von After Effects bietet mit dem Marionetten-Modul ein besonderes Animations-Schmankerl. Dem Foto einer Figur zum Beispiel verpassen Sie mit leicht zuklickbaren Pins Gelenke, die Sie mit der Maus ziehen, um einfache Animationen zu erzeugen. After Effects bewegt die betroffenen Pixel mit. Je mehr Sie dabei ins Detail gehen, desto besser wird die Charakter-Animation. Simple Stehaufmännchen sind bereits nach wenigen Minuten animiert.

Puppet_3_winFür abstrakte Animationen erstellen Sie komplexe Vektorformen aus einfachen geometrischen Fomen und Polygonen. Manipulieren, replizieren und animieren Sie diese, ist schnell der bewegte Hintergrund etwa für ein kleines Musikvideo oder einen Werbeclip fertig. Beide Animationstools funktionieren auch mit Texten.

Statt sich langwierig per Trial and Error in Effekte und Parameter einzuarbeiten, können Anwender die Arbeit auch After Effects machen lassen. Brainstorm erstellt experimentelle Varianten von Projekten aus Basis grob ausgewählter Effekte. Parameter und Kombinationen wählt Brainstorm selbständig. Der User kann dann jede Variante verfeinern und anpassen oder weiter experimentieren. Die Neuerungen eignen zwar weniger für professionelle Anwender, führen Einsteiger aber schnell und einfach zu durchaus ansehnlichen Ergebnissen.Brainstorm_2_win

Posted by Heiko Mergard on April 11, 2007 at 04:18 nachm. | Permalink

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