23. März 07
Die Psycho-Hölle von Second Life: Digitale Lebenslügen in der virtuellen Traumfabrik
Pioniertage 2.0 im Cyberspace: Erfüllte Träume gegen Bares.
Second Life lockt mit freier Liebe, Reichtum und Omnipotenz.
»Wir machen die Welt, wie sie uns gefällt.« Das stand als Graffiti an meiner alten Uni. Ich habe mich immer über diesen Euphemismus geärgert. Doch Philip Rosedale, Gründer des Linden Lab, verspricht mit Second Life die Utopie zur virtuellen Realität zu machen. Wir können uns völlig neu erschaffen als Avatar und unsere multiplen Persönlichkeiten, Träume und Triebe ausleben – gottgleich. Wir können
sein, was wir lieben, was wir missen und was wir fürchten – zeitgleich. Wir können schön, reich, berühmt und beliebt sein. Wir können karibische Inseln, herrschaftliche Villen und magische Designerklamotten besitzen. Wir können frei fliegen, fabulieren, flüchten und f***en.
Anarchie der Lügen
Doch diese Diktatur der
Oberflächlichkeiten ist nur ein psychologisches Ablenkungsmanöver vom wirklichen Leben, eine Anarchie der Lügen. In der Scheinwelt von Second Life ist nichts real und alles virtuell: Wir sehen es zwar, aber es existiert nicht. Wir kaufen es zwar, aber wir besitzen es nicht. Anonym und verantwortungslos zelebrieren wir im Virtuellen unsere Ich-Überhöhung, aber im Realen bleiben wir immer noch wir selbst, mit unseren alten Ängsten und subtilen Schwächen, falschen Eitelkeiten und
ungelösten Problemen. Weltflucht ist keine Lösung.
Eine Welt voller Sex und...
Die grenzenlose Kreativität des zweiten Lebens manifestiert sich allzu profan in der Nachbildung des ersten Lebens: Eine Welt voller Sex, Werbung, Geschäftemacherei. Eine Gesellschaft voller Egomanen, Selbst-Inszenierer, Gauner und Betrüger. Natürlich gibt es auch »die andere Seite«: Angels, die als dienstbare Geister Immigranten hilfreich zur Seite stehen. Politicals, die engagiert ihre Heilslehren verbreiten. Socials, die den sozialen Kontakt und Austausch suchen, um wenigstens ein Fünkchen Leben in diese grobschlächtige Bitwelt zu tragen.
Was gewinnen wir?
Selbst positive Ausnahmeerscheinungen in Second Life können nicht darüber hinwegtäuschen, dass es im Grunde nur ums Geld geht. Linden Lab liefert eine virtuelle Traumfabrik, die Wünsche erfüllt, wenn genug Bares bereit gehalten wird. Wer Aufmerksamkeit erregen will, muss sich Statussymbole kaufen.
Wer in Second Life Erfolg haben will, muss zunächst investieren. Linden Lab und werbetreibende Waren- und Ideenhändler wie Adidas, BMW, Dell, Nissan, Toyota gewinnen damit Geld. Aber was gewinnen wir?
Gewinner des Booms
Wer früh mit einer Geschäftsidee in Second Life einsteigt, kann wie Anshe Chung und Jennifer Grinnell zu den Gewinnern gehören, kann dafür sorgen, dass andere mehr Gewinne für ihn machen, und kann erwirtschaftete Linden-Dollar in echtes Geld eintauschen. Das klingt verdächtig nach dem Credo der Scientologen und erinnert an verbotene Schnellball- oder Pyramidensysteme. Die Opfer sind am Ende die Zuspätgekommenen, die den Versprechen der Werbung erliegen und schließlich erkennen müssen, dass hinter ihren virtuellen Statussymbolen keine realen Gegenwerte, sondern nur finanzielle Verluste stehen.
Verkaufte Träume
Second Life verkauft den Traum von einem digitalen Paralleluniversum, in dem wir Menschen Göttern gleich sind und der allein deshalb von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist. Die Illusion einer digitalen Mimesis konterkariert bereits Allzumenschliches: Wer Sex haben will, muss sich zuerst Genitalien kaufen, um glücklich zu werden. Aber wer das Glück sucht, sollte zuerst seine Aufgabe im wirklichen Leben finden. Und wer leben will, sollte nicht dem luftleeren Surrogat verfallen. Für 5 Millionen Second-Life-Spieler ist es höchste Zeit, sich wieder auf das erste Leben zu besinnen. Denn am Ende bleibt die Frage nach dem Warum von Second Life offen. Und hier draußen, in der wirklichen Welt, warten wichtige Aufgaben, deren Lösung mehr Glück verheißt.
Fazit
Der Erfolg von Second Life ist der Erfolg einer Metapher, die sich als Lüge entpuppt. Das Online-Rollenspiel ist ein wahnhaftes Trugbild: Alles versprechend – nichts erfüllend.
Posted by Heiko Mergard on März 23, 2007 at 03:17 nachm. | Permalink | Kommentare (2) | TrackBack
08. März 07
Kostenloses Online-Backup
Die in PCpro 04/2007 getesteten Online-Backups haben uns zwar technisch überzeugt, aber einen entscheidenden Nachteil: Und zwar kosten sie Geld und das ist in dieser komplizierten Zeit bekanntlich knapp. Für sicherheitsbewußte Spesenritter gibt es aber auch kostenlosen Dienste. Einzige Einschränkung: Der Speicherplatz ist nicht besonders üppig.
Von Azillo bekommt man laut Webseite 1GByte kostenlosen Speicher für lau. Das stimmt aber nicht ganz, denn tatsächlich sind es nur 500 MByte, aber auch das reicht um beispielsweise wichtige Adressdaten zu sichern. Etwas spendabler sind Mozy die immerhin 2 GByte pro Gratiszugang rausrücken.
Posted by Sascha Steinhoff on März 8, 2007 at 11:19 vorm. | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack
02. März 07
Energiesparen beim Webhosting
Die Sun-Cluster des Strato-Rechenzentrums sparen seit der Umrüstung auf modernere Systeme angeblich fast 90% Energie, jetzt will der Berliner Hoster auch bei seinen neuen Server-Angeboten energiesparende Technik einsetzen, beispielsweise stromsparenden CPUs der Dual-Core AMD Opteron 1200 HE Serie und 80-Plus-Netzteile. Außerdem will Strato umweltfreundliche RoHS-konforme Komponenten einsetzen.
Ein spannender Vorstoß, der zum Zeitgeist paßt. Und ob billiger Marketing-Gag oder mit ernsten Absichten, der Umwelt hilft die Aktion allemal. Bleibt abzuwarten, ob sich das für Strato auch als zugkräftiges Verkaufsargument auswirkt, denn Hosting-Kunden werden sicherlich auch in Zukunft mehr nach Leistungsdaten und Preis entscheiden.
Posted by Franz Neumeier on März 2, 2007 at 09:40 vorm. | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack
26. Februar 07
Gezerre um Office Live
Offenbar heimlich, still und leise hat Microsoft im Herbst des vorvergangenen Jahres einen Dienst namens Office Live ins Netz gestellt. Der Name dieses Homepage-Angebots an Selbständige sowie Inhaber kleiner und mittlerer Unternehmen ist jetzt Gegenstand eines Rechtsstreits.
Das Unternehmen Office Live, ansässig im kalifornischen Woodland Hills, sieht durch die Verwendung ihres Markennamens "Office Live" durch Microsoft ihre Rechte verletzt. Nachdem Verhandlungen mit dem Software-Giganten gescheitert waren, entschlossen sich die Firmeninhaber am 29. Dezember 2006 Klage einzureichen. Da Microsoft auch im neuen Jahr nicht zu Zugeständnissen bereit war, stellte das Gericht die Klageschrift nun zu.
Nette Werbe-Aktion, Office Live. Microsoft startet den Beta-Test von Office Live im Herbst 2005 (!) und bringt das fertige Produkt im November 2006 auf den US-Markt. Nun, da Firmen beginnen, ihre Online-Präsenzen auf der Basis des Microsoft-Dienstes aufzubauen und das Produkt an Popularität gewinnt, merkt auch der Inhaber der Marke "Office Live", dass mit dem Namen etwas nicht stimmt.
Microsoft muss nun offenbar seine Live-Strategie überdenken. Bei der Namensfindung helfen kann eine Recherche in der Datenbank des US-Patent- und Markenamts. Dort hatte Office Live die Marke am 7. September 2001 eingereicht. Registriert ist Office Live seit dem 31. Dezember 2002.
Posted by Mark Schröder on Februar 26, 2007 at 02:23 nachm. | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack
16. Februar 07
Die Weltkarte aus neuen Blickwinkeln
Worldmapper ist eine Webseite, die sonst sehr abstrakte statistische Fakten über die verschiedenen Kontinente wie die Größe der Bevölkerung, das Einkommen, die Produktion und den Konsum verschiedener Güter aber auch Krankheiten und Katastrophen anschaulich über Weltkarten darstellt. Dafür werden die Länder in der Größe an die jeweiligen statistischen Daten angepasst. So sieht man die Welt mit anderen Augen.
Diese Karte ist bekannt - Sie zeigt die Größe der Länder.
Und diese Karte zeigt die Verteilung des Reichtums.
Entwickelt wurde Worldmapper an der Universtät Sheffield, allerdings beteiligen sich inzwischen auch Wissenschaftler an anderen Universitäten an der Weiterentwicklung. Denn das Kartenwerk ist ein "Work in Progress" - es lohnt sich also auf jeden Fall, immer mal wieder auf die Webseite zu gehen.
Posted by Klaus Laenger on Februar 16, 2007 at 11:35 vorm. | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack
13. Februar 07
Alles verboten!
Die Bestimmungen zum Jugendschutz sollen weiter verschärft werden. Laut einer heute vom Bundesfamilienministerium veröffentlichen Pressemitteilung sollen "extrem gewaltbeherrschte Trägermedien (z. B. Computerspiele, Videos, DVD)" automatisch für Kinder und Jugendliche verboten werden. Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) müsste hier also gar nicht mehr in Aktion treten. Eine "deutlich visualisierte Gewaltanwendung" würde bereits für ein Verbot ausreichen. Derzeit gilt die Gewaltverherrlichung als Indizierungskriterium für Medien. Um Sammlern von Gewaltvideos- und Spielen gleich zuvorzukommen, soll die Liste indizierter Medien künftig nicht mehr veröffentlicht werden. Sehr schade, wir hatten zu C64-Zeiten immer viel Spaß, genau diese bösen Gewaltspiele zu sammeln.
Alles wird gut? Was ist mit deutlich visualisierter Gewaltanwendung im Fernsehen? Der vorgeschlagene Gesetzesentwurf würde strenggenommen auch dieses Medium auf einen Schlag von neun Zehnteln seines gesendeten Inhaltes befreien. Also Kids, denkt Euch schon mal den Fernseher aus Eurem Zimmer weg. Und das Handy auch, wegen Gewaltvideos und so. Statt dessen könnt Ihr mit den Eltern debile Nachmittagstalkshows, die Teletubbies oder das Mutantenstadl genießen und Euch Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen reinziehen. Quasi eine Spielart deutlich visualisierter Gewaltanwendung.
Die Webseite Jugendschutz.net schreibt zum Thema Computerspiele übrigens sehr richtig:
Seit Beginn der Computerspiele-Entwicklung wird die Nutzung und Wirkung
dieses neuen Mediums erforscht, insbesondere im Hinblick auf mögliche
Gewaltwirkungen. Die Ergebnisse sind uneindeutig und widersprüchlich.
Direkte Wirkungen in dem Sinne, dass ein Spieler nach einem
blutrünstigen Deathmatch mit der Pumpgun auf die Straße läuft und dort
wahllos alles abschlachtet, sind nicht nachweisbar. Computerspiele
schaffen keine neuen Einstellungen und Handlungsbereitschaften,
vorhandene Dispositionen werden aber stabilisiert und verstärkt.
Posted by Manuel Masiero on Februar 13, 2007 at 03:03 nachm. | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack
09. Februar 07
Alle Digitalfotos ins Museum
Das Musée D’Elysée in Lausanne bietet mit seinen Partnern HP, der Zeitung Le Temps und der École polytechnique fédérale de Lausanne allen Fans der digitalen Fotografie die Gelegenheit mit privaten Fotos an einem weltweiten künstlerischen Projekt teilzunehmen: In der vom 8. Februar bis zum 20. Mai laufenden Sonderausstellung „Jeder ist ein Fotograf“, können kreative Amateure aus aller Welt ihr Können unter Beweis stellen und ihre Aufnahmen in dem Fotografie-Museum präsentieren. Im Laufe der Ausstellung werden nacheinander die via Internet eingereichten Fotos als Projektionen gezeigt. Diese Präsentation ist natürlich auch im Internet zu sehen. Die projizierten Bilder werden von einer Webcam aufgenommen und per E-Mail an die Teilnehmer zurückgeschickt, die zudem an einer Sonderverlosung teilnehmen können. Interessenten können sich ab sofort unter www.allphotographersnow.ch genauer informieren.
Emilio Ghilardi, als Vice President und General Manager bei HP für das Consumer Business und die Imaging und Printing Group in Europa, dem Nahen Osten und Afrika zuständig, erklärt: „Die Grenze zwischen dem, was offiziell als Kunst gilt, und was 'nur' als Fotografie bezeichnet wird, verwischt zunehmend – dank Digitaltechnologie. Genauso wie ein Weblog näher und eher an einem Thema sein kann als eine Zeitung, liefern Amateurfotografen mit ihren Digitalkameras oft besonders interessante und aussagekräftige Bilder.“
Also Digitalkamera ausgepackt und gute Fotos machen oder die Besten Digitalbilder raussuchen und einschicken. Vielleicht wird man sogar entdeckt. Auch wenn nicht, kann ein bisschen kulturelles Engagement ja auch nicht schaden.
Posted by Manuel Alvarez on Februar 9, 2007 at 11:52 vorm. | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack
04. Februar 07
Horrorszenario Skype im Unternehmen
Viele Administratoren schlagen die Hände über dem Kopf zusammen, wenn die Mitarbeiter auf ihrem Arbeitsplatz-PC Skype installieren. Die VoIP-Software gilt als Sicherheitsrisiko.
Der Client für Internet-Telefonie lässt sich ohne Administratorrechte installieren und bahnt sich ungefragt seinen Weg zum nächsten Super-Node, dem Knotenpunkt im P2P-Netz von Skype. Auch gesperrte Ports und restriktiv konfigurierte Firewalls hindern das Programm nicht an der Kontaktaufnahme.
Den Endanwender freut's, denn er kann so problemlos mit bis zu neun der weltweit circa 171 Millionen Skype-Usern kostenlos telefonieren. Besonders gruselig für den Admin: Mit der Dateitransfer-Funktion von Skype tauschen Benutzer unkontrolliert Files aus und umgehen so jegliche Sicherheitsrichtlinien.
Schmusekurs
In einer Umfrage unter Usern ermittelte Skype, dass die Software trotz aller Risiken zu rund 30 Prozent im geschäftlichen Umfeld eingesetzt wird. Diese Anwender setzen dreimal mehr um als Benutzer, die nur privat mit Skype telefonieren, sagte Skype-Vorstand Stefan Öberg der PC Professionell. Eine attraktive Zielgruppe für das einst aus Kazaa hervor gegangene Unternehmen.
Mit dem Angebot Skype for Business will sich die Telefonie-Firma für Kunden interessant machen, die wegen der Sicherheitsproblematik und mangelhaften Konfigurierbarkeit gegen den Einsatz von Skype versperrten.
Bestandteile von Skype for Business ist ein MSI-Paket für den Rollout übers Netz, Skripts zum Abschalten unerwünschter Client-Features wie dem Dateitransfer und die Online-Systemsteuerung. Auf dieser Oberfläche legen Admins zentral die Benutzer an, verteilen Credits für SkypeOut-Telefonate und aktivieren die Rufnummern-Weiterleitung oder den Anrufbeantworter.
Posted by Mark Schröder on Februar 4, 2007 at 02:06 nachm. | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack
02. Februar 07
"99 Bootles of Beer" mal anders
package bottles;
import basic;
local b = 99;
while (b > 0)
{
basic.print(b, " bottle(s) of beer on the wall,\n",
b, " bottle(s) of beer.\n");
b = b - 1;
basic.print("Take one down, pass it around,\n",
b, " bottle(s) of beer on the wall.\n\n");
}
Wie? Sie kennen das nicht?! Ist das doch das uralte Sauflied "99 Bottles of Beer"! Ok, zugegeben: Hier wurde es nicht im englischen Original niedergeschrieben. elastiC ist die Sprache der Wahl. Wie? Sie wissen schon wieder nicht, was das ist!? Na, eine der berühmtesten, unbeachteten Progammiersprachen. Also gut. Wir haben es auch etwas prominenter. Turbo Pascal dürfte bekannter sein:
program Bottles;
var b: byte;
function plural(anz_flaschen: byte): string;
begin
if anz_flaschen <> 1
then plural:= 's'
else plural:= ''
end; {plural}
begin
b:= 99;
repeat
writeln(b, ' bottle' + plural(b) + ' of beer on the
wall, ');
writeln(b, ' bottle' + plural(b) + ' of beer.');
writeln('Take one down, pass it around,');
Oder doch lieber in Blaster Master Pascal, D++ oder Zeno? Dann sollten Sie mal einen Blick in das E-Book "Das '99-Bottles of Beer"-Programm" riskieren. Philipp Winterberg hat hier zusammen mit anderen Freunden gepflegter Trinkkultur 99 verschiedene Möglichkeit gefunden, das Lied mit 99 Programmiersprachen auf dem Bildschirm auszugeben - und zwar alle 99 Strophen. Jeweils mit Anleitung und Quellcode. Wer die Syntax einer Programmiersprache wie XOTcl lernen will, findet auf der Webseite 99-bottles-of-beer.de einen ersten Einstieg.
Posted by Christian Lanzerath on Februar 2, 2007 at 06:51 nachm. | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack
01. Februar 07
Dämliches Strato-RAID
Die Idee, dedizierte Webserver mit redundanten Festplatten auszustatten, ist toll, die Strato-Definition von RAID1 ist aber etwas seltsam. Die Strato-Strategen tauschen lieber ganze Server als einzelne Festplatten. Und zwar läuft das so:
1. Ich bestelle mir einen dedizierten Webserver bei Strato. Fällt eine Festplatte aus, sollte ich erstmal meine Daten sichern, solange der Server noch auf der intakten Festplatte weiterläuft. Das klappt aber ganz gut, denn dafür gibt es von Strato das FTP-Backup.
2. Unter technischen Aspekten wäre es jetzt sinnvoll die kaputte Festplatte zu entfernen eine neue einzubauen und einen RAID-Rebuild zu starten. Bei Hot-Swap Käfigen könnte der Festplattenwechsel im laufenden Betrieb erfolgen, soll heißen es gäbe keine Ausfallzeit. Indes, es kommt anders.
3. Strato tauscht den kompletten Server aus, das heißt ich bekomme ein blankes System zurück. Und kann dann erst einmal neu konfigurieren und alle Daten zurücksichern. Ausfallzeiten von einigen Stunden, eher noch von einigen Tagen sind damit unvermeidlich.
Ach ja, ein Alternative gibt es schon noch für den reibungslosen Übergang. Einfach einen zweiten Dedicated Server mieten. Geht dann natürlich nur für 12 Monate, abe immerhin hat man das Redundanz auf Serverebene ;) An dieser Stelle vielen Dank an unseren Leser Tobias Stricker von aktuelletermine.de für den Hinweis. Wenn auch Ihnen das Geschäftsgebaren einiger Firmen seltsam vorkommt, freue ich mich auf Ihre Mail.
Posted by Sascha Steinhoff on Februar 1, 2007 at 09:50 vorm. | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack






