29. Mai 07
Twitterbox
Twittern ist ein Phänomen, ein inzwischen stark verbreitetes und ein dazu noch sehr junges Phänomen. „Twitter“, zu Deutsch „Gezwitscher“, ist der Name einer Website, die irgendwie halb Blog, halb Instant Messenger und doch nichts von alledem ist. Twittern ist für viele eine Sucht. Sie zwitschern alles aus – alles, was sie gerade tun oder erleben, bisher hauptsächlich im Real Life, mit der TwitterBox auch verstärkt im Second Life.
VOGELGEZWITSCHER
Schon als das Bloggen in Mode kam, fragte sich mancher: spinnen die denn? Ihr Privatleben dem Internet preiszugeben? Twittern ist die Steigerung des Bloggens. Und ja, die Twitterer haben einen Vogel, zumindest im Metaversum, denn die kostenlose TwitterBox, ein privates Projekt des Bewohners Ordinal Malaprop, schmückt sich mit einem Vogel. Die TwitterBox ist ein HUD, welches aber größtenteils nicht über den Vogel, also die graphische Benutzerschnittstelle, sondern über den Chat bedient wird.
Doch bevor mit dem Zwitschern begonnen werden kann, braucht man dreierlei: ein Benutzerkonto auf twitter.com, die TwitterBox, welche es unter anderem kostenlos bei SLExchange gibt, sowie ein wenig Erfahrung mit der Linden Script Language, denn die Konfiguration des HUDs erfolgt direkt im Programmcode. Hier muss der Benutzername und das zugehörige Passwort eingetragen werden, welches für die Anmeldung auf twitter.com verwendet wurde. Anschließend kann über den Kanal 282 gezwitschert werden:
/282 Gezwitscher aus Second Life
Die Nachricht, wie bei Twitter üblich maximal 140 Zeichen lang, landet über die TwitterBox schließlich auf der persönlichen Twitter-Seite:
http://twitter.com/MartinPitre
Dort können die Freunde und Bekannten die Nachrichten lesen oder als RSS-Feed abonnieren. Die gängigste Variante ist jedoch, sich über die Twitter-Website als „Follower“ bei einem befreundeten Twitterer zu registrieren. Das neueste Gezwitscher wird dann auf der persönlichen Twitter-Startseite im Web angezeigt, auf Wunsch hin per SMS an das eigene Mobiltelefon gesendet und dank der TwitterBox auch in Second Life über den Chat ausgegeben. Egal, wo Sie sich also gerade befinden, im Web, im Real Life oder im Second Life, das Gezwitscher erreicht Sie mit nur wenigen Sekunden, manchmal auch Minuten, Verzögerung. Oder Sie erhalten eine Fehlermeldung, denn wie so oft bei populären Diensten ist die Erreichbarkeit der Website ein Problem. Twitter.com ist hier keine Ausnahme.
KLEINE GIMMICKS
Der Ärger über sporadisch nicht versendete Nachrichten wird allerdings von der Freude über ein erfolgreiches Twittering relativiert, denn zumindest den Avatar freut es sicht- und hörbar. Eine Fanfare von Musiknoten erscheint und ein Vogelgezwitscher ertönt. Wem das peinlich ist, der kann diese Funktion über einen Klick auf den HUD und die Option „Notify“ im daraufhin erscheinenden Menü entweder ganz abstellen oder das Gezwitscher nur für den eigenen Avatar hörbar machen.
Über das Menü lässt sich außerdem eine Hilfe abrufen, die allerdings wenig hilfreich ist, sowie das neueste Gezwitscher der Freunde manuell abrufen. Schließlich gibt es eine Option „List Feeds“, deren Bedeutung und Ausgabe zunächst im Unklaren bleibt:
TwitterBox v0.3: Your current feed keywords are...
TwitterBox v0.3: EXAMPLEFEED - http://www.sluniverse.com/picsrss.xml
Tatsächlich erkennt die TwitterBox bestimmte Schlüsselwörter im Gezwitscher und ersetzt diese durch eine Tiny URL (eine besonders kurze Adresse von tinyurl.com). Von Haus aus kennt die TwitterBox nur die Schlüsselwörter „EXAMPLEFEED“ und „SLURL“. Die Zeichenfolge „SLURL“ ersetzt das HUD durch eine Tiny URL, die auf eine SLurl umleitet, welche schließlich auf den Ort verweist, an dem die Nachricht abgesetzt wurde. Um beispielsweise das Testlab zu kommentieren:
/282 Zum Testlab geht’s hier lang: SLURL
Das ergibt als Gezwitscher:
„Zum Testlab geht’s hier lang: http://tinyurl.com/2gxy4d“
Die gezeigte Tiny URL führt schließlich zu:
http://slurl.com/secondlife/Perlenstrand/132/32/24/
Weitere Schlüsselwörter lassen sich durch Bearbeitung des Programmcodes, genauer der Liste FEEDS hinzufügen:
list FEEDS = [
"EXAMPLEFEED", "http://www.sluniverse.com/picsrss.xml",
"PCPROBLOG", "http://www.pcproblog.de/atom.xml"
];
Die Erwähnung des Schlüsselwortes „PCPROBLOG“ im Gezwitscher führt dazu, dass eine Tiny URL erzeugt und in den Text an die Stelle des Schlüsselwortes eingefügt wird, die auf den neuesten Beitrag aus dem angegebenen RSS-Feed verweist.
FAZIT
Dank der kostenlosen TwitterBox kann jetzt auch im zweiten Leben gezwitschert werden. Wer den Sinn oder Unsinn des Zwitscherns schon im ersten Leben nicht begriffen hat, der wird sich mit der TwitterBox kaum anfreunden. Wahre Twitterer werden sich hingegen von der umständlichen Konfiguration der TwitterBox und von den Problemen bei der Erreichbarkeit der Website kaum vom Twittern abhalten lassen.
Web: http://www.slexchange.com/modules.php?name=Marketplace&file=item&ItemID=204140
Location: http://slurl.com/secondlife/Oz/199/242/26
FAKTEN
Version: 0.3
Hersteller: Ordinal Malaprop
Preis: 0 L$
Rechte: copy, modify, transfer
Script: copy, modify, transfer
Prims: 1
Bedienung: Chat
Konfiguration: Menü
Fazit: Ermöglicht das schnelle Zwitschern aus Second Life heraus.
BEWERTUNG
Note: befriedigend
Leistung (30 %): ausreichend
Ausstattung (30 %): gut
Bedienung (40 %): befriedigend
[Martin Pitre]
Posted by PCPro on Mai 29, 2007 at 03:58 vorm. | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack
26. Mai 07
Bewerten in SL: Ratepoint
Zwar verfügt Second Life über ein integriertes Bewertungssystem für Avatare, aber das ist bei den Bewohnern nicht besonders beliebt, denn das Bewerten von anderen Avataren ist nicht umsonst. Ein Bewertungspunkt kostet 25 L$ und es gibt drei Möglichkeiten, diese zu vergeben: für das Verhalten, das Aussehen und die Building-Fähigkeiten. Ein weiterer Grund, weshalb Bewertungen selten sind, ist die umständliche Benutzerführung, die eine Bewertung „mal eben“ erschwert. Schließlich sind die Bewertungen nicht unmittelbar innerhalb der Benutzeroberfläche sichtbar, sondern nur über den Umweg über das Profil. Ganz anders das System von RatePoint: Es ist einfach zu bedienen und kostenlos dazu.
KLICK MICH AN!
RatePoint hat als Plattform für die Bewertung von Websites begonnen, um das Konzept Anfang März auch auf Second Life auszuweiten. Vorerst unterstützt es nur die Bewertung von Avataren anhand von Sternen, wobei fünf Sterne das Optimum sind. Dazu stellt es zwei kostenlose HUDs zur Verfügung, die einem Ratepack zusammengefasst sind. Das Paket gibt es unter anderem auf RatePoint Island. Zur Nutzung der HUDs ist zudem eine Registrierung auf der Website von RatePoint erforderlich.
Das Public Display zeigt das eigene Rating an und zwar für alle sichtbar über dem Kopf des Avatars. Bei Berührung listet es die aktuellen Kommentare, GABs genannt (mehr hierzu gleich), auf und bietet darüber hinaus die Option an, das Profil des jeweiligen Avatars im Webbrowser zu betrachten. Das öffentliche Profil enthält die Namen der Bewerter, die Anzahl der Sterne, die sie vergeben haben und das Kommentar, das sie dabei hinterlassen haben. Über eine entsprechende Verknüpfung der Profile untereinander erhält der Nutzer Einblicke, wie die Bewerter von anderen beurteilt wurden. Die Möglichkeit, alle Bewertungen eines Nutzers oder zumindest seine eigenen Beurteilungen anzuschauen, besteht leider nicht.
STARS UND STERNCHEN
Um selbst andere Avatare bewerten zu können, ist der Private Viewer erforderlich, der allerdings mit 63 Prims zu Buche schlägt. Beim Besuch stark bebauter oder beanspruchter Sims sollte das HUD also vor dem Teleport entfernt werden. Das HUD zeigt die Ratings der in der Nähe befindlichen Avatare an – standardmäßig oben mittig. Durch Ziehen des Mauszeigers über die Leiste mit den Sternen wählt der Benutzer die Anzahl der zu vergebenden Bewertungspunkte aus. Ein Klick bestätigt die Auswahl. Anschließend kann einer von drei vordefinierten Kommentaren gewählt oder über die Website ein eigener Kommentar vergeben werden.
Falls noch keine eigene Bewertung für einen hier gelisteten Avatar vergeben wurde, zeigt die Leiste einen Durchschnittswert der anderen Nutzer an und berücksichtigt dabei jene Bewerter bevorzugt, die ein ähnliches Bewertungsverhalten wie der Nutzer selbst aufweisen. RatePoint bezeichnet diesen Benutzerkreis als „Dittos“.
FAZIT
Das RatePoint-System besticht durch seine intuitive Benutzerführung. Mit wenigen Mausklicks hat man seine Meinung über seine „Mitavatare“ kund getan. Doch nicht jeder ist davon begeistert. Die Möglichkeit, das Bewerten des eigenen Avatars zu unterbinden, fehlt. Immerhin benachrichtigt der HUD den Betroffenen per Chat-Nachricht über die Bewertung.
Web: http://secondlife.ratepoint.com
Location: http://slurl.com/secondlife/RatePoint%20Island/67/146/25
FAKTEN
Version: 1.03
Hersteller: RatePoint
Preis: 0 L$ (Registrierung erforderlich)
Rechte: no modify, copy, transfer
Script: no modify, copy, transfer
Prims: 63 (Private Viewer) + 1 (Public Display)
Bedienung: HUD
Konfiguration: -
Fazit: Schnelle und einfache Bewertung seiner “Mitavatare”
BEWERTUNG
Note: gut
Leistung (30 %): gut
Ausstattung (30 %): gut
Bedienung (40 %): sehr gut
[Martin Pitre]
Posted by PCPro on Mai 26, 2007 at 03:53 nachm. | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack
18. Mai 07
Bloggen in SL: Bloghud
Über Second Life gibt es viel zu erzählen. Am besten macht man das in seinem Blog. Doch dazu muss man die liebgewonnene dreidimensionale Welt verlassen und zurück ins Flatland kehren, ins World Wide Web. Abhilfe schafft blogHUD – wie der Name schon sagt, ein HUD samt angeschlossener Website bloghud.com, auf der die in-world geschriebenen Beiträge veröffentlicht werden.
ICH BLOGG DAS!
Sowohl der HUD als auch die Website sind umsonst. Eine Anmeldung ist ebenfalls nicht erforderlich. Nachdem man sich auf dem Sim Nooribeom den HUD besorgt und angelegt hat, kann gebloggt werden, was das Chat-Fenster hergibt:
/9 Eine kurze Nachricht aus dem Metaversum
Ein Blick auf bloghud.com zeigt, die Nachricht ist im Real Life angekommen. Über einen entsprechenden Link gelangt man zur persönlichen Blogseite, die im Falle des Autors (Martin Pitre) unter der folgenden URL zu finden ist:
http://my.bloghud.com/martinpitre/
PEOPLE & PLACES
Die Seite zeigt nicht nur sämtliche Beiträge samt den dazugehörigen Kommentaren an, sie ordnet die Nachrichten auch den Orten ihrer Entstehung zu und zeigt diese auf einer Karte von Second Life an. Ebenso ist es möglich, alle Nachrichten in Erfahrung zu bringen, die auf einem bestimmten Sim geschrieben wurden. Im Falle des Perlenstrandes lautet die entsprechende URL:
http://visit.bloghud.com/Perlenstrand
Darüber hinaus bietet die Website die Funktion „People on Places“ an. So listet die folgende Seite alle Beiträge von Martin Pitre auf, die der Autor am Perlenstrand verfasst hat:
http://my.bloghud.com/martinpitre/on/Perlenstrand/
WENN’S MAL WIEDER LÄNGER WIRD
Wer mehr zu sagen hat, sollte den Text in eine Notecard verpacken, diese dann per Maus auf das HUD ziehen und dort ablegen. Anschließend fordert das HUD den Benutzer zur Eingabe eines Titels über den Kanal 9 auf. Der Blogeintrag besteht dann wie üblich aus einer kurzen Überschrift (dem Titel) und einem längeren Text (aus der Notecard). Die Notecard darf allerdings weder Landmarks noch Bilder enthalten. Dergleichen sollte auch nicht auf das HUD gezogen werden, da dies das HUD Außerfunktion setzt.
Die fehlende Unterstützung für Bilder und Landmarks ist verschmerzbar. Ärgerlich ist dagegen, dass das blogHUD keine Umlaute kennt und teilweise nicht nur die Zeichen selbst, sondern auch den angrenzenden Text verschluckt.
Ein weiteres Manko: das HUD positioniert sich standardmäßig im Zentrum des Sichtfeldes und stört dementsprechend. Das HUD auf eine andere vordefinierte Position zu setzen, ist auch keine Lösung, denn dann ist dessen Benutzerschnittstelle nur teilweise sichtbar. Die einzige Lösung ist daher, das HUD selbst zu bearbeiten (rechte Maustaste anklicken und im Tortenmenü Edit wählen) und von Hand an den Rand zu verschieben. Allerdings hat auch diese Lösung einen Schönheitsfehler: das HUD merkt sich nicht die Position, nachdem es abgelegt wurde.
BLOG-PROGRAMM
Erfahrene Blogger kennen und nutzen es: ein Kategoriensystem für ihre Beiträge. Das macht es dem Leser einfacher, alle Artikel zu einem bestimmten Thema zu finden. blogHUD bietet etwas Ähnliches: vordefinierte Kanäle. So gibt es neben dem voreingestellten Blog-Kanal, einen Kanal für Nachrichten, einen zum Thema Shopping, einen weiteren für Events und so fort. Um beispielsweise ein Verkaufsangebot zu veröffentlichen, aktiviert der Nutzer über den HUD den Kanal „Sale“. Alle weitere Beiträge erscheinen infolgedessen nicht mehr auf der Seite bloghud.com sondern unter der Adresse http://sale.bloghud.com.
Dem eingefleischten Blogger ist das natürlich nicht genug. Er möchte, dass seine Beiträge auch in seinem Blog erscheinen. Dazu muss er allerdings in die virtuelle Geldbörse greifen und sich den blogHUD Pro leisten. Dieser bietet auch die Möglichkeit an, die Beiträge in einem bestehenden Blog zu veröffentlichen, sofern blogHUD die jeweilige Blog-Software oder den Hosting-Anbieter unterstützt. Zur Auswahl stehen neben den Anwendungen WordPress und TypePad auch die Websites von Friendster, LiveJournal und Blogger.com.
Neben der kostenpflichtigen blogHUD-Version ist außerdem ein Benutzerkonto bei bloghud.com erforderlich, um das Cross-Posting, also das Veröffentlichen eines Beitrages in mehreren Blogs, zu aktivieren. Das Passwort für den Benutzerzugang, der über den Avatarnamen erfolgt, ist in-world über ein Chat-Kommando zu vergeben:
/9 password:
Nach dem Login auf bloghud.com lassen sich ein oder mehrere externe Blogs konfigurieren, in denen die blogHUD-Nachrichten erscheinen sollen. Außerdem lassen sich die auf bloghud.com veröffentlichten Nachrichten auch nachträglich noch bearbeiten, wenn man auf der Website angemeldet ist. Um zu unterscheiden, ob ein Beitrag im eigenen Blog oder auf bloghud.com erscheint, stellt das HUD eine entsprechende Schaltfläche bereit. Darüber hinaus bietet die Pro-Variante eine Schaltfläche „Private Notes“ an, die dafür sorgt, dass die Beiträge als nur für den Benutzer zugängliche Notiz auf bloghud.com gespeichert werden.
FAZIT
Das System von blogHUD bestehend aus einem HUD und der Website bloghud.com ist eine nützliche Sache, doch die Umsetzung ist mangelhaft. Insbesondere die fehlende Unterstützung für Umlaute ist bei einem Blogging-Werkzeug mehr als ärgerlich. Wegweisend ist die Verknüpfung von Blogbeiträgen mit dem jeweiligen Sim, auf dem der Beitrag entstanden ist. Unternehmen können diese Funktion für das Blog-Monitoring nutzen, um beispielsweise frühzeitig auf Kritik an ihrem Firmenauftritt in Second Life zu reagieren.
Web: http://bloghud.com/
Location: http://slurl.com/secondlife/Nooribeom/182/191/24
FAKTEN – BLOGHUD FREE
Version: 1.02
Hersteller: blogHUD
Preis: 0 L$
Rechte: no copy, modify, transfer
Script: no copy, no modify, transfer
Prims: 11
Bedienung: Chat
Konfiguration: GUI
Fazit: Kostenloses Blogging-Werkzeug mit Fehlern und Einschränkungen
BEWERTUNG – BLOGHUD FREE
Note: befriedigend
Leistung (30 %): befriedigend
Ausstattung (30 %): befriedigend
Bedienung (40 %): befriedigend
FAKTEN – BLOGHUD PRO
Version: 1.06
Hersteller: blogHUD
Preis: 900 L$
Rechte: copy, no modify, transfer
Script: no copy, no modify, transfer
Prims: 15
Bedienung: Chat
Konfiguration: GUI
Fazit: Kostenpflichtiges Blogging-Werkzeug mit vielen Funktionen, aber auch Fehlern
BEWERTUNG – BLOGHUD PRO
Note: befriedigend
Leistung (30 %): befriedigend
Ausstattung (30 %): gut
Bedienung (40 %): befriedigend
[Martin Pitre]
Posted by PCPro on Mai 18, 2007 at 04:54 nachm. | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack
15. Mai 07
Social Bookmarking in SL: SLateIt
Der Name „SLateIt“ ist sowohl eine Anspielung auf das englische Wort „slate“, zu Deutsch „in der Luft zerreißen“, als auch eine Kombination aus „SL“ für „Second Life“ und „rate it“, auf Deutsch „bewerte es“. SLateIt dient der Bewertung beliebiger Gegenstände in Second Life und ist ein Projekt von Babbage Linden, einem Mitarbeiter von Linden Lab. Allerdings handelt es sich ausdrücklich nicht um offizielle Software von Linden Lab.
SLATE IT OR HATE IT
Benutzer können mit dem kostenlosen SLateIt-HUD Objekte in ihrem Sichtfeld bewerten und taggen. Hierzu blendet das HUD auf den Objekten eine grüne Ziffer ein, welche die Anzahl positiver Bewertungen anzeigt – das SLating. Durch Berührung der Ziffer mit der Maus kann der Benutzer selbst eine Bewertung abgeben. Zur Auswahl stehen die Optionen: „SLate“ und „Hate“. Die Anzahl der negativen Bewertungen mit „Hate“ verschweigt der HUD allerdings. Stattdessen heißt es hierzu in der mitgelieferten Readme-Notecard ins Deutsche übersetzt:
„... Objekte, die häufig gehasst werden, werden von der slateit.org-Datenbank entfernt“
Wie oft ein Objekt negativ bewertet werden muss, damit es aus der Datenbank verschwindet, bleibt ein Geheimnis. Dem Missbrauch dieser Funktion wird dadurch ein Riegel vorgeschoben, dass ein Avatar ein bestimmtes Objekt nur einziges Mal bewerten kann. Hierzu speichert die Website den Avatarnamen.
Zusätzlich kann der Benutzer ein Objekt verschiedenen Kategorien (Tags) zu ordnen. Die Kategorien sind über mehrere Menüs verteilt, so dass die Zuordnung eines Objektes schon mal zur Klickorgie ausufern kann. Die Möglichkeit, ein Objekt durch direkte Eingabe des Tags zu klassifizieren, besteht leider nicht. Immerhin ist es möglich, die Tags über ein entsprechendes Chat-Kommando anzupassen. Ebenso können die Sensorreichweite, die Verzögerung bei der Einblendung der Bewertungen sowie eine ganze Reihe weiterer Einstellungen über die Chat-Eingabe konfiguriert werden.
MOST POPULAR
Die Bewertungen sind nicht nur in-world, sondern auch im Web lesbar. Hierzu listet die Website slateit.org sämtliche Objekte auf, die jemals bewertet wurden und ordnet sie nach Tags, nach Beliebtheitsgrad (Anzahl der positiven Bewertungen) oder nach Neuheitsfaktor. Die jeweiligen Listen lassen sich zudem als RSS-Feed abonnieren. Ein Klick auf einen Eintrag in der Liste führt (per SLurl) direkt zu dem jeweiligen Objekt in Second Life.
FAZIT
Für eine grobe Einschätzung eines Produktes mag sich SLateIt durchaus eignen, doch dem Dienst fehlen zwei wichtige Funktionen, die insbesondere bei Kaufentscheidungen relevant sind: nämlich die Anzeige der Information, wer hat das Produkt wie bewertet, und eine Kommentarfunktion, um die Bewertung zu begründen. Des weiteren fehlt der Website die Option, alle Bewertungen eines bestimmten Benutzers anzuzeigen.
Im Web
Location: http://slurl.com/secondlife/Ambleside/213/34/29
FAKTEN
Version: 1.4.1
Hersteller: SLateIt
Preis: 0 L$
Rechte: copy, no modify, transfer
Script: copy, no modify, transfer
Prims: 19
Bedienung: Menü
Konfiguration: Chat
Fazit: Ein innovatives Konzept mit Schwächen bei der Umsetzung
BEWERTUNG
Note: befriedigend
Leistung (30 %): gut
Ausstattung (30 %): befriedigend
Bedienung (40 %): befriedigend
[Martin Pitre]
Posted by PCPro on Mai 15, 2007 at 11:04 vorm. | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack
09. Mai 07
Ortsverzeichnis in SL: SLOOG
Sloog ist das del.icio.us für Second Life. Mittels eines HUDs ohne aufwändige graphische Benutzerschnittstelle, aber dafür mit einem simplen Befehlssatz lassen sich Orte in Second Life mit Schlagwörtern („Tags“) versehen auf sloog.org ablegen („taggen“). Das folgende Chat-Kommando fügt beispielsweise das Testlab der eigenen Favoritenliste hinzu und ordnet dem Eintrag die Begriffe „Testlab“, "PC", "Professionell", etc. zu:
/7 tag: testlab PC Professionell test labor
Dazu muss sich der Avatar auf dem Gelände des Testlabs befinden, das heißt das Sloog-HUD berücksichtigt jeweils den aktuellen Ort.
ORTSSUCHE
Um mittels Sloog zum Beispiel einen deutschsprachigen Ort zu finden, gibt es mehrere Möglichkeiten. Weg Nummer eins führt über die Website sloog.org und das Tag „German“ auf der Hauptseite. Das Ergebnis ist eine Liste von SLurls (Second-Life-URLs). Zu jedem Eintrag gibt die Website außerdem den Ortsnamen, die zugewiesenen Tags und die Namen der Avatare aus, die den Ort „gesloogt“ haben. Zusätzlich zeigt eine Karte die genaue Lage der Orte in Second Life an.
Für die eigenen Landmarks hält sloog.org eine separate (öffentliche) Seite parat – beispielsweise für den Nutzer Martin Pitre unter der folgenden Adresse:
http://www.sloog.org/users/Martin_Pitre
Neben einer HTML-Darstellung bietet die Website die Einträge auch in Form eines RSS-Feeds an.
Wer nicht möchte, dass seine Landmarks öffentlich sind, kann die Veröffentlichung im Web über das HUD abschalten. Hierzu dient die erste Schaltfläche von links. Einmal aktiviert, werden alle danach erstellten Landmarks nicht mehr auf der Webseite veröffentlicht. Eine Schaltfläche weiter findet sich übrigens ein Link zu der persönlichen Seite. Die dritte und letzte Schaltfläche öffnet eine Hilfe-Notecard.
Der zweite Weg zu interessanten Orten führt über die interne Suche, die sich mit folgendem Kommando starten lässt:
/7 search: German
Das Sloog-HUD gibt das Ergebnis, eine Liste von maximal zehn Orten, die dem Suchwort entsprechen, wiederum über den Chat aus. Im History-Fenster erscheinen die Orte als SLurls und sind somit direkt erreichbar.
PERSONENVERZEICHNIS
Sloog kann aber nicht nur mit Orten umgehen. Es unterstützt ebenso das Taggen von Avataren. Dazu muss der betreffende Avatar sich in der unmittelbaren Umgebung des HUD-Trägers befinden. Außerdem muss im Unterschied zum Ortstagging beim Taggen von Personen der Name des Avatars im Chat-Fenster angegeben werden:
/7 tag avatar: Martin Pitre tags: Tester Editor Testlab
Äquivalent gestaltet sich die Suche nach Avataren:
/7 search avatar: scripter
Das Ergebnis ist eine Liste von Avatarnamen, die das HUD über den Chat ausgibt. Direkte Verknüpfungen zu den jeweiligen Profilen oder zum Instant Messenger sind so nicht möglich. Ein weiteres Manko: die Website zeigt bisweilen nur die gesammelten Orte, aber nicht die Avatare an.
FAZIT
Landmarks im Inventory gehören dank Sloog der Vergangenheit an. Sie lassen sich ohnehin nur umständlich in der Second-Life-Software erzeugen und mittels Ordnern kategorisieren. Sloog setzt dagegen auf das bewährte Prinzip des Taggings und eignet sich daher insbesondere bei großen Sammlungen. Noch nicht ganz ausgereift ist das Taggen von Avataren. Die Bedienung ist zu umständlich und die Informationen sind nicht über das Web zugänglich.
Sloog im Web
Location: http://slurl.com/secondlife/Brannon/148/220/25
FAKTEN
Version: 0.2
Hersteller: Sloog.org
Preis: 0 L$
Rechte: copy, no modify, transfer
Script: no copy, no modify, transfer
Prims: 4
Bedienung: Chat
Konfiguration: HUD
Fazit: Social Bookmarking für Second-Life-Orte und Avatare
BEWERTUNG
Note: gut
Leistung (30 %): gut
Ausstattung (30 %): gut
Bedienung (40 %): gut
Posted by PCPro on Mai 9, 2007 at 08:03 nachm. | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack
03. Mai 07
Vergleichstest: RSS-Reader in SL
Second Life wächst unaufhörlich – gemessen sowohl an den Benutzerzahlen als auch an der Fläche des bebauten Landes und damit an der Menge an 3D-Inhalten. Doch der weitaus größte Teil des Contents ist weiterhin im 2D-Web zu finden und wird dort noch eine ganze Weile bleiben. Ein Weg, aktuelle 2D-Inhalte in die dreidimensionale Welt zu bekommen, führt über RSS beziehungsweise Atom, die beiden XML-Formate, welche die heimischen Feed-Reader mit News, Blog-Beiträgen und Podcasts beziehungsweise Vcasts füttern.
RSS und Second Life
Eine integrierte RSS-Unterstützung fehlt in Second Life bisweilen, aber immerhin bietet Linden Labs eine HTTP-Schnittstelle an (die llHttpRequest-Funktion), die für den Feed-Download genutzt werden kann. Die hatte aber zumindest in ihren ersten Versionen ein Problem mit großen Feeds, denn die passten nicht in den Speicher. Eine frühe Lösung für dieses Problem lautete: Second Simple Syndication, SSS, eine Schmalspurvariante von RSS.
Damit ist allerdings nur die erste Hürde genommen. Die zweite ist die fehlende Unterstützung für XML. Das macht es ungleich aufwendiger verschiedene Feed-Formate zu unterstützen: angefangen bei RSS 0.91 bis 0.94 über RSS 1.0 und RSS 2.0 bis hin zu Atom 0.3 und Atom 1.0 sowie schließlich SSS. Ein weiteres Problem, mit denen RSS-Reader in Second Life zu kämpfen haben: Umlaute und das scharfe S.
Testkriterien
Einen guten RSS-Reader für Second Life zu finden, ist nicht leicht. Der eine kann dies, der andere das, aber die eierlegende Wollmilchsau, die fehlt bisweilen. Neben der Unterstützung möglichst vieler Formate und der korrekten Darstellung von Umlauten flossen in die Bewertung der hier vorgestellten RSS-Reader folgende Kriterien ein:
Rechte: gerade bei Einrichtungsgegenständen, wie sie die RSS-Reader in Second Life sind, ist die Möglichkeit zur Anpassung (modify-Recht) überaus wichtig. Kopierrechte und Wiederverkaufsrechte spielen dagegen nur eine untergeordnete Rolle.
Prims: Wie bei allen Objekten, die fest auf einer Region installiert werden, spielt die Anzahl der Prims, die ein Gegenstand beansprucht, eine entscheidende Rolle, denn die die Menge der Prims auf einem Grundstück ist beschränkt und wenn die Grenze einmal erreicht ist, heißt es nur noch: nichts geht mehr (zu bauen).
Podcasts und Vcasts: Auch das ist möglich in Second Life, das Abspielen von Podcasts oder Videocasts, doch nicht alle RSS-Feader unterstützen dies.
Text: Klar, Text sollte ein RSS-Reader auch anzeigen können, doch auch hier gibt es große Unterschiede: der eine blendet gar nur die Titel der Nachrichten ein, der andere zeigt den vollständigen Text auf mehreren Seiten verteilt an.
Konfiguration: Die RSS-Reader unterscheiden sich vor allem auch im Umfang und im Komfort der Konfiguration. Welche Einstellungen kann der Besitzer vornehmen? Zum Beispiel die Refresh-Rate. Und wie kann er dies tun? Durch Chat-Kommandos, mittels Notecards oder gar per Menüführung.
Script: Auch im zweiten Leben gibt es Closed und Open Source. Sind die Skripte als Modify deklariert, kann der Besitzer Anpassungen und Erweiterungen vornehmen, an die der Programmierer nicht gedacht hat. Bei Closed Source muss man das Produkt nehmen wie es ist.
RSS READER
Der RSS Reader (im Bild rechts) trägt „RSS“ nicht nur im Namen. Er zeigt es auch in Form einer Beschriftung sowie durch das bekannte RSS-Symbol als Textur an. Dazu verwendet er ein einziges Prim. Sparsam ist nicht nur der Primverbrauch, sondern auch der Preis. Allerdings darf man dafür auch nicht viel erwarten. Der RSS Reader blendet ausschließlich die Schlagzeilen aus dem RSS-Feed ein und zwar als Hovertext (Text über dem Objekt). Per Mausklick gelangt der Interessierte dann zu der Website, deren Adresse im Feed hinterlegt ist. Die Adresse des Feeds wird in einer Notecard im RSS Reader gespeichert. Dort lässt sich auch die Refresh-Rate angeben. Weitere Optionen kennt der RSS Reader nicht und braucht er auch nicht.
SL Exchange
FAKTEN
Version: 1.0
Hersteller: Dedric Mauriac
Preis: 339 L$
Rechte: copy, modify, no transfer
Prims: 1
Umlaute: ja
Podcasts: nein
Vcasts: nein
Text: nur Titel
Konfiguration: Notecard
Script: copy, no modify, no transfer
Formate: RSS, Atom, SSS
Fazit: Die Prim- und platzsparende Variante
BEWERTUNG
Note: gut
Leistung (40 %): gut
Ausstattung (30 %): befriedigend
Bedienung (30 %): gut
SMART RSS READER
Der Smart RSS Reader (im Bild links) macht seinem Namen alle Ehre. Er unterstützt die Feed-Formate RSS und Atom, hört auf das (Chat-)Kommando seines Besitzers (für die umfangreiche Konfiguration) und liest dem interessierten Nutzer auf Wunsch einen Feed-Beitrag vor (per Chat und/oder Hovertext), wenn dieser ihm per Kommando („/777 read
Sein Aussehen erinnert hingegen an den RSS Reader, mit dem Unterschied, dass die Schlagzeilen erst bei Berührung sichtbar werden oder bei Annäherung eines Avatars. Wem die auffällige Verpackung nicht gefällt, kann die Skripte aus dem Smart RSS Reader in seine eigenen Objekte kopieren. Eine Anpassung des Smart RSS Readers ist hingegen nicht möglich. Ebenso lassen sich keine Kopien anlegen – bei einem Preis von 100 L$ lässt sich das aber verschmerzen.
SL Exchange
FAKTEN
Version: 1.0
Hersteller: Corro Moseley
Preis: 100 L$
Rechte: no copy, no modify, transfer
Prims: 1
Umlaute: nein
Podcasts: nein
Vcasts: nein
Text: nur Titel und auf Wunsch auch die Inhalte
Konfiguration: Chat
Script: copy, modify, transfer
Formate: RSS, Atom
Fazit: Der etwas andere Feed-Reader
BEWERTUNG
Note: gut
Leistung (40 %): gut
Ausstattung (30 %): gut
Bedienung (30 %): befriedigend
FEED DISPLAY
Das Feed Display spielt nicht nur preislich in einer anderen Liga wie der RSS Reader und der Smart RSS Reader, sondern auch was den Funktionsumfang anbelangt. Denn neben reinen Textbeiträgen unterstützt das Feed Display auch Podcasts und Vcasts und kann diese in-world abspielen. Für die Darstellung der Videos ist allerdings eine separate Leinwand erforderlich, die sich jedoch mit ein paar geübten Handgriffen zusammenbasteln lässt. Problematisch ist hingegen, dass dies erfordert, dass der Besitzer des Feed Displays auch der Besitzer des Landes ist, auf dem das Feed Display steht. Über eine kostenlose Beigabe namens Media Center, eine Art Proxy, lässt sich aber auch dieses Problem umgehen.
Eine Anzeige von Textbeiträgen ist dagegen nicht vorgesehen. Immerhin bietet das Feed Display eine Schaltfläche an, die den Benutzer auf die entsprechende Webseite leitet. Daneben gibt es eine Schaltfläche, um die Feed-Inhalte zu aktualisieren und die Feed-URL in Erfahrung zu bringen. Wie viel Sinn derartige Funktionen in Second Life machen, sei dahingestellt. Wer sie nicht benötigt, kann das Feed Display nach Belieben anpassen, zumindest hinsichtlich des Aussehens, der Quellcode bleibt hingegen verschlossen.
SL Exchange
FAKTEN
Version: keine Angabe
Hersteller: Dedric Mauriac
Preis: 739 L$
Rechte: copy, modify, no transfer
Prims: 23
Umlaute: nein
Podcasts: ja
Vcasts: ja
Text: nur Titel; Inhalte extern im Browser
Konfiguration: Notecard
Script: copy, no modify, no transfer
Formate: RSS, Atom, SSS
Fazit: Das Allround-Talent unter den RSS-Readern
BEWERTUNG
Note: sehr gut
Leistung (40 %): sehr gut
Ausstattung (30 %): sehr gut
Bedienung (30 %): gut
SLRSS
Der volle Name dieses RSS-Readers lautet „SLRSS – Large RSS Reader Screen“ und die Betonung liegt auf Large, denn der SLRSS ist groß und das muss er auch sein, damit man die Feed-Inhalte gut (in-world) lesen kann. Aber auch auf einem 5 Meter hohen und 10 Meter breiten Message-Board haben keine vollständigen Feed-Beiträge Platz und deshalb begnügt sich das SLRSS mit einer gekürzten Fassung des Inhalts – den vollständigen Artikel gibt’s per Mausklick.
Zudem bietet das SLRSS zwei Schaltflächen an, um zwischen den Beiträgen zu wechseln. Das macht es allerdings auch automatisch, nach einer (in der Konfigurationsnotecard) frei einstellbaren Zeitspanne. Um dieses (durchaus auch nervige) Feature abzuschalten, genügt es die entsprechende Zeile in der Notecard auszukommentieren.
SL Exchange
FAKTEN
Version: 2.5
Hersteller: Fox Diller
Preis: 1500 L$
Rechte: copy, modify, no transfer
Prims: 36
Umlaute: nein
Podcasts: nein
Vcasts: nein
Text: Titel und Inhalt
Konfiguration: Notecard
Script: copy, no modify, no transfer
Formate: RSS, Atom
Fazit: Die auffällige und gut lesbare Variante eines RSS-Readers
BEWERTUNG
Note: gut
Leistung (40 %): gut
Ausstattung (30 %): gut
Bedienung (30 %): sehr gut
Gesamtfazit
Ja, Second Life ist ein globales Dorf, aber das bedeutet noch lange nicht, dass alle dieselbe Sprache sprechen. Leider ist diese Erkenntnis bei den Herstellern von RSS-Readern noch nicht angekommen und so ist keiner der hier vorgestellten Software-Pakete lokalisierbar, das heißt, die Anzeigebeschriftungen und Systemmeldungen lassen sich beispielsweise nicht ohne Weiteres ins Deutsche übersetzen – etwa durch Bearbeitung einer tabellarischen Notecard.
Den optimalen Feed-Reader gibt es leider noch nicht, aber zumindest für (fast) jede Situation einen passenden. Das Feed Display eignet sich primär als Kontrolltafel für Podcasts und Vcasts. Der RSS-Reader und der Smart Reader leisten als Appetitanreger ihren Dienst und wer das Menü haben möchte, greift zum SLRSS-Paket. [Martin Pitre]
Posted by PCPro on Mai 3, 2007 at 02:19 nachm. | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack
26. April 07
Holodecks: Virtuelle Welten in Second Life
Holodecks gibt es nur bei Raumschiff Enterprise? Falsch. Holodecks gibt es auch in Second Life – und zwar bei Inside This World. Sie kosten allerdings, bis zu 9000 Linden-Dollars in der Production-Edition. Die Demo-Version kostet hingegen nur einen symbolischen Linden Dollar, doch damit lässt sich auch nicht viel anfangen.
Demo Holodeck
Das Demo Holodeck ist ein 15 x 20 Meter großes und 10 Meter hohes Gebäude mit einem einzigen Raum: dem Holodeck. Die Besonderheit des Raumes: er kann auf Knopfdruck sechs vordefinierte Szenen darstellen. Eine Szene zeigt beispielsweise ein Schlafzimmer und besteht aus einem Bett, zwei Sichtschutzwänden und einem Teppich. Um den Raum zum Beispiel in eine Disco zu verwandeln, genügt ein Klick auf die weiße Kontrollschaltfläche in der Nähe der Türe und die Auswahl der Option Dance Club im Menü. Wenige Sekunden später, die Möbel sind verschwunden und wo vorher das Bett war, steht jetzt eine Bar. Klar, ein Schlafzimmer in eine Disco zu verwandeln, macht erstmal wenig Sinn, obgleich es durchaus seinen Reiz hat. Doch wer in seinem Domizil an Platz beziehungsweise Prim-Mangel leidet, für den könnte das Holodeck eine interessante Sache sein, die allerdings einen Haken hat: Die Demo-Version erlaubt keine benutzerdefinierten Szenen.


Preis: 1 L$
Rechte: copy, no modify, transfer
Fazit: Das Demo Holodeck bietet einzig und allein vordefinierte Szenen zur Auswahl.
Note: befriedigend
Leistung (40 %): ungenügend
Ausstattung (30 %): befriedigend
Bedienung (30 %): gut
Simple Holodeck
Dazu muss man dann schon tiefer in die Tasche greifen. Das Simple Holodeck, Kostenpunkt bei 500 L$ und baugleich mit dem Demo Holodeck, erlaubt es immerhin, hinzu gekaufte Szenen abzurufen. Neue Szenen können aber auch damit nicht erstellt werden. Zu kaufen gibt es vorgefertigte Szenen außerdem nur bei Inside This World – für 500 L$. Der Import neuer Szenen ist zwar aufwendig, aber, da dies ohnehin nicht jeden Tag ansteht, ist es noch erträglich. Ärgerlich ist hingegen, dass das Holodeck Änderungen an einer Szene nicht speichert. Somit eignet sich das Simple Holodeck vielleicht als Kulisse für virtuelle Photoshootings, aber Shop-Betreiber brauchen mehr Funktionalität.
Preis: 500 L$
Rechte: no copy, no modify, no transfer
Fazit: Das Simple Holodeck erlaubt den Import neuer Szenen.
Note: befriedigend
Leistung (40 %): befriedigend
Ausstattung (30 %): befriedigend
Bedienung (30 %): gut
Production Holodeck
Die gibt es erst in der Production-Edition, die auch das Erstellen eigener Szenen ermöglicht. Zudem ist der Hausbesitzer nicht gezwungen, dass (wenig ästhetische) Holodeck-Gebäude zu nutzen, sondern kann das Holodeck in seine vorhandenen Räumlichkeiten integrieren. Das kostet allerdings. Stolze 9000 L$ sind für das Production Holodeck zu bezahlen. Die Installation des Production Holodecks in ein Gebäude geht schnell und unkompliziert vonstatten. Schwieriger ist es dagegen, eine neue Szene zusammenzustellen. Hierfür muss den zugehörigen Objekten ein spezielles Script hinzugefügt werde, bevor diese zusammen mit einem weiteren Script in ein Container verpackt werden, der schließlich als Szene dem Holodeck hinzugefügt werden kann.
Preis: 9000 L$
Einschränkungen: no copy, no modify, no transfer
Fazit: Das Production Holodeck speichert und lädt eigene Szenen.
Note: gut
Leistung (40 %): gut
Ausstattung (30 %): gut
Bedienung (30 %): gut
Holodeck-Business
Ob der Preis von 9000 L$ gerechtfertigt ist, sei dahingestellt. Lohnend kann es für Besitzer eines Production Holodecks werden, wenn er seine Szenen verkauft, jedoch ausschließlich über Inside This World und auf Provisionsbasis. Um den Markt mit Holodeck-Szenen in Gang zu bringen, verschenkt Inside This World auch Production Holodecks, vorausgesetzt, dass der Empfänger vorher fünf Szenen entwirft und bei Inside This World zur Begutachtung einreicht. Sofern die Szenen den Ansprüchen der Firma genügen, gibt es im Austausch dafür ein kostenloses Production Holodeck.
Fazit
Die Holodecks sind eine pfiffige und gleichermaßen nützliche Idee. Sie nutzen geschickt die Möglichkeiten (Scripting und Inventories) von Second Life aus, um die Begrenzungen (Prim-Beschränkung und Platzmangel) der virtuellen Welt zu umgehen. Sie haben aber auch ihre Grenzen: So werden Änderungen an einer Szene nicht automatisch gespeichert und es lassen sich nur solche Objekte in eine Szene aufnehmen, die auch kopierbar sind.
Glossar
Rechte: no copy, no modify, no transfer
Second Life verfügt über ein ausgeklügeltes Rechtemanagementsystem – besser bekannt als DRM-(Digital-Rights-Management)-System. Ohne dieses System würde der Handel virtueller Güter keinen Sinn machen. Gäbe es beispielsweise keinen Kopierschutz, würde niemand Güter kaufen, sondern einfach nur kopieren. Deshalb können Verkäufer ihre Produkte als nicht-kopierbar auszeichnen. Der Text „(no copy)“ im Objektnamen zeigt genau dies an. Weitere Attribute sind „no modify“ und „no transfer“, um Objekte vor Änderungen zu schützen beziehungsweise um zu verhindern, dass Objekte weiterverkauft oder verschenkt werden. [Martin Pitre]
Posted by PCPro on April 26, 2007 at 04:44 nachm. | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack
23. April 07
SL: Erste Schritte im zweiten Leben
Wer schon mal in eine neue Stadt gezogen ist, kennt das Problem. Den Anschluss an neue Freundeskreise zu finden, ist nicht immer leicht. Denn zunächst einmal gilt es in Erfahrung zu bringen, wo man überhaupt erste Kontakte knüpfen kann. Doch um das herauszubekommen, braucht es wiederum erste Bekanntschaften.
Richtig schwierig wird es, wenn man sich dazu noch in einer Umgebung bewegen muss, die erstmal vollkommen neu und ohne Orientierungshilfe ist – so wie Second Life. Doch wie im Real Life gilt: wer den Einstieg erstmal geschafft hat, kommt schnell weiter. Und so widmet sich die erste Ausgabe des virtuellen Testlabors dem Thema „Deutschsprachige Treffpunkte“. [Martin Pitre]
Biergarten
Am Ende der Schopenhauerstraße gelegen, ist der Biergarten das einzige Gebäude auf dem Sim Mann – benannt nach Thomas Mann. Auch auf dem Nachbarsim Rilke findet sich weit und breit kein anderes Gebäude. Dennoch, der Biergarten ist stets gut besucht, denn er ist die erste Anlaufstelle für Newbies. Dementsprechend gibt es hier allerlei Kurioses zu bewundern. Jeder versucht zu zeigen, was er im zweiten Leben bereits kann oder eben noch nicht kann. Und wenn das nicht hilft, um Aufmerksamkeit zu erlangen, dann wird schon mal geschrien – im Chat versteht sich.
Ort: Mann 168, 255, 25
Fläche: 4192 sq. m.
Traffic: 26141
Sims: 1
Mature: Ja
Prims: 1373
Fazit: Der Treffpunkt für Newbies
Note: befriedigend
Atmosphäre (30 %): befriedigend
Attraktivität (40 %): befriedigend
Verfügbarkeit (30 %): gut
Deutsche Burgruine
In der Nähe des Biergarten gelegen, auf dem Sim Frisch, befindet sich zwischen zwei Flüssen auf einem Hügel die deutsche Burgruine. Und tatsächlich, die Mauern und Türme erinnern an eine Burg, wie man sie hierzulande mancherorts bestaunen kann. Einige kennen die Burg bereits – sie beinhaltet den Orientierungsparcours für die deutschsprachigen Neuankömmlinge. Ein zweiter Besuch lohnt sich aber allemal, sei es um einfach ins Gespräch mit anderen zu kommen oder den Frischlingen beim Einstieg ins zweite Leben mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
Besitzer: Governor Linden
Ort: Frisch 192, 160, 0
Fläche: 24576 sq. m.
Traffic: 20367
Sims: 1
Mature: Ja
Prims: 2453
Fazit: Tolle Kulisse für gemeinsame, aber auch einsame Entdeckungstouren
Note: gut
Atmosphäre (30 %): sehr gut
Attraktivität (40 %): gut
Verfügbarkeit (30 %): befriedigend
NEON
Im NEON, der selbsternannten „Heimat der SL-Feierschweine“, ist immer was los – selbst noch frühmorgens und das unter der Woche. Die Disco mit freiem Eintritt und deutschsprachigem Publikum liegt auf dem gleichnamigen Sim NEON in mitten zahlreicher Geschäfte und neben dem Arbeitsamt von SLinside.de. Die Gründer, Kristina Simon und Phar Hand, hatten das NEON im Mai 2006 aus dem Bedürfnis heraus gegründet, einen Ort (damals noch auf dem Freihafen gelegen) ohne Kommerz und Sex zu schaffen. Das ist ihnen gelungen. Bis auf einige wenige und zudem dezente Werbetafeln im Foyer ist das NEON kommerzfrei. Wer will, kann am Eingang ein paar Linden Dollars spenden, oder ein paar Runden Bowlen, für läppische 20 L$. So richtig funktionieren tut das aber noch nicht. Selbst das Bier – zur Auswahl stehen unter anderem Budweiser und Heineken – sowie die Cocktails sind umsonst. Wer schließlich nach einer heißen Partynacht eine Abkühlung braucht, findet draußen eine Wasserrutsche, die direkt ins virtuelle Nass führt.
Besitzer: NEON Management
Ort: NEON 199, 61, 30
Fläche: 9408 sq. m.
Traffic: 20572
Sims: 1
Mature: Ja
Prims: 920
Fazit: Die angesagteste deutschsprachige Disco in Second Life
Note: gut
Atmosphäre (30 %): gut
Attraktivität (40 %): sehr gut
Verfügbarkeit (30 %): befriedigend
Strandclub
Der Strandclub ist ein gemeinsames Projekt von SL Deutschland, der deutschen Second-Life-Gemeinde, und Anshe Chung, der bekannten Maklerin. Auf seinem Gelände beherbergt der Strandclub neben einer Freilufttanzfläche und einer tropischen Cocktailbar auch das GNC, das German Newbie Center. Hier finden sich eine Reihe von deutschsprachigen Tutorials sowie ein Konferenzraum, der für Veranstaltungen rund um Second Life zur Verfügung steht. Nicht nur wegen der zahlreichen Newbies, die hier erste Kontakte schließen, ist der Strandclub einen Besuch wert. Auch die Umgebung aus Palmen, Strand und Meer ist absolut sehenswert.
Besitzer: SL Deutschland
Ort: Die Insel 132, 136, 23
Fläche: 16384 sq. m.
Traffic: 44717
Sims: 1
Mature: Ja
Prims: 2645
Fazit: Die Insel beheimatet das German Newbie Center sowie eine gut besuchte Discothek.
Note: gut
Atmosphäre (30 %): sehr gut
Attraktivität (40 %): gut
Verfügbarkeit (30 %): befriedigend
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Glossar
Besitzer: Testlab Intern
Der Name des Avatars oder der Gruppe, dem beziehungsweise der das Land gehört, auf dem das Gebäude steht.
Ort : Perlenstrand 135, 37, 23
Eine Ortsangabe in Second Life setzt sich aus dem Namen des Sims (hier „Perlenstrand“) und den drei Ortskoordination x, y und z zusammen. Die Koordinaten x und y sind relativ zu der linken unteren (südwestlichen) Ecke des Sims. x gibt die horizontale und y die vertikale Entfernung von diesem Ursprung an. Die z-Koordinate steht für die Höhe.
Ein Sim ist die Grundeinheit in Second Life und entspricht einer Fläche von 65535 Quadratmetern. Der Name „Sim“ rührt von dem Begriff „Simulator“ her. In früheren Versionen von Second Life entsprach ein Sim genau einem Rechner bei Linden Lab.
Fläche: 5120 sq. m.
Ein Sim ist meist in mehrere Parzellen unterteilt, die jeweils von verschiedenen Personen oder Unternehmen genutzt werden. Die Größe einer Parzelle wird in Second-Life-Quadratmetern gemessen.
Traffic: 216
Die Popularität einer Parzelle, und damit des Geschäfts, der Disco, etc., das auf dieser Parzelle steht, wird mittels eines komplizierten Verfahrens gemessen und als Traffic angegeben. Der Traffic-Zähler berücksichtigt nicht nur die Anzahl der Avatare, die das Grundstück besuchen, sondern auch deren Verweildauer auf dem Grundstück relativ zu der Zeit, die sie am jeweiligen Tag insgesamt in Second Life verbracht haben.
Sims: 1
Maximal 40 Leute passen auf einen Sim. Dann macht Linden Lab die Schotten dicht, um den Lag, also die Verzögerung bei der Darstellung des Sims, nicht ausufern zu lassen. Einige Sims haben ein Maximum von 50 oder gar 60 Avataren. Doch dann ist Schluss. Um diese Begrenzung zu umgehen, verteilen findige Häuslebauer ihre Gebäude einfach auf zwei oder gar vier Sims, indem sie einfach die Ränder beziehungsweise Ecken besetzen.
Mature: ja / nein
Wie auch im First Life, gibt es in Second Life Orte, die man nicht besuchen sollte, will man nicht mit allzu nackten Tatsachen oder gar pornografischen Szenen konfrontiert werden. Auf Regionen, die als Mature eingestuft sind, darf derartiges gezeigt werden. Auf allen anderen Regionen gilt: hier ist nur jugendfreies erlaubt.
Prims: 899
Alles in Second Life, angefangen bei den Häusern, der Vegetation und selbst die Kleidung der Avatare, besteht aus Prims, den Primitives. Ein Quader oder ein Zylinder ist beispielsweise eine solche Grundeinheit. Die Anzahl der Prims innerhalb einer Parzelle lässt Rückschlüsse auf die Komplexität des Gebäudes zu – die Zahl kann aber auch ein Beleg dafür sein, dass einfach schlecht, also verschwenderisch gebaut wurde.
Atmosphäre: sehr gut bis ungenügend
Ein italienisches Restaurant sollte, sei es auch virtuell, eine Stimmung verbreiten, die an den Besuch eines italienisches Restaurants erinnert. Manch virtuellem Architekten gelingt dies gut, manch anderem eher schlecht. Dies hängt von vielem ab: von dem Detailreichtum der Umgebung, der Originalität der Texturen, der Interaktivität der Gegenstände, den Geräuschen im Hintergrund oder den Avataren, die sich ebenfalls an dem Ort aufhalten.
Doch nicht jede Attraktion in Second Life ist schlicht ein Abbild der Realität. Manche Orte sind einzigartig. Aber auch sie strahlen im besten Fall eine Atmosphäre aus, die den Besucher vergessen lässt, eine virtuelle Welt zu betreten. Sie fangen den Menschen hinter dem Bildschirm ein.
Attraktivität: sehr gut bis ungenügend
Es gibt in Second Life Orte, die kann man bewundern wie ein Kunstwerk, aber eben nicht mehr. Andere Orte laden gerade dazu ein, mit oder auf ihnen zu spielen. Die Attraktivität eines Ortes beschreibt die Qualität und Menge der Angebote einer Lokalität wie beispielsweise einer Disco, einem Casino, einer Shoppingmall, etc. Sie ist ein Maßstab dafür, ob ein Ort überhaupt Besucher anlockt und ob diese wiederkommen.
Verfügbarkeit: sehr gut bis ungenügend
Manche Etablissements, vor allem die zwielichtigen, haben eine so hohe Attraktivität, dass die Obergrenze von 40, 50 oder 60 Avataren schnell erreicht ist. Dann muss man warten – mal mehr und mal weniger lange.
Zudem gilt: um so mehr Prims und Avatare sich gleichzeitig auf einem Sim befinden, um so mehr muss der Rechner am anderen Ende der Leitung, in den Serverhallen der Firma Linden Lab, rechnen. Rechnet er zu lange, gibt es auf der anderen Seite, also in der Second-Life-Anwendung, eine Verzögerung bei der Darstellung – Lag genannt. Die macht sich besonders beim Laufen bemerkbar. Daher der Tipp: nach dem Teleport erstmal warten, bis alles geladen ist, und dann erst loslaufen.
Posted by PCPro on April 23, 2007 at 09:56 vorm. | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack
13. April 07
Das PCpro Testlabor in Second Life
Seit vier Wochen arbeitet nun das PCpro Testlabor in der virtuellen Welt Second Life. Trotz aller Kritik an spiegelnden Oberflächen und fehlender Tiefe des Party-Cyberspace aus den kalifornischen Linden Labs haben wir zeigen können, dass sich auch im Rahmen eines solchen 3D-Chatraums echter Nutzwert erzeugen lässt. Unser Testredakteur und Second-Life-Bewohner Martin Pitre (bürgerlicher Name ist der Redaktion bekannt) pickt sich interessante Orte, Gegenstände und Scripte aus "SL" heraus und testet diese nach unseren bekannten strengen Massstäben. Die Tests sind im Second-Life-Testlabor der PCpro sofort nachzulesen, und ab sofort (für die überzeugten Bewohner des analogen Diesseits) auch hier. Zum Start der Testreihe hier der Einführungstext unseres Virtualredakteurs, nach dem Klick.... [fe]
PC Professionell, das Testmagazin: Jetzt auch für das zweite Leben
Alle reden davon, viele schreiben darüber, doch nur wenige leben es: das zweite Leben. Second Life ist weniger ein Spiel als vielmehr eine Spielwiese. Hier ist alles machbar: ein Auto, ein Haus, ein Boot. Doch nicht alles, was möglich ist, ist auch sinnvoll. Und nicht alles, was gemacht wird, ist auch zu gebrauchen. Dennoch, verkauft wird alles.
Erst testen, dann kaufen
Sie kennen das? Ja klar, vom Real Life. Programme, die nicht das tun, was sie sollten und was Sie wollen. Hardware, die nicht das leistet, was sie verspricht und was Sie erwarten. Sie wissen sich aber auch zu helfen: vor dem Kauf Testberichte lesen.
Schön, wenn es das auch für das zweite Leben gäbe. Das dachten wir uns auch und haben deshalb ein virtuelles Testlabor errichtet – das erste seiner Art in Second Life. Sie finden es am Perlenstrand. So lautet der Name des Sims, auf dem das Testlab der PC Professionell steht. Neben Strand, Meer und Palmen gibt es hier einmal die Woche neue Testobjekte zu begutachten und Berichte zu lesen.
Auf dem Prüftisch des Testlabs landen virtuelle Güter ebenso wie Dienstleister. Egal ob Kleidung, Gadgets, Häuser, Möbel, Bauteile, Accessoires, Discotheken, Shops, Sicherheitssysteme, Freebies, Sportangebote, Reiseagenturen, Arbeitsvermittlungen oder ganz „altmodische“ Dinge wie Websites (natürlich zum Thema Second Life), wir werden sie testen, bewerten und Ihnen die Ergebnisse in der vertrauten Art und Weise vorstellen.
Mitmachen statt zugucken
Das Testlab ist jedoch keine Einbahnstraße. Es bietet auch Möglichkeiten, dass Ihre Meinung zu einem bestimmten Produkt gehört wird. Hierzu gibt es in Second Life die Gruppe Testlab, die für alle Interessierten offen steht und in der Sie beispielsweise die Testergebnisse mit uns und mit anderen diskutieren können. Weiterhin freuen wir uns über Ihr Feedback und Vorschläge für zukünftige Einzel- und Vergleichstests.
Ihr Martin Pitre (Second-Life-Resident und Testredakteur)

Posted by PCPro on April 13, 2007 at 01:03 nachm. | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack




