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16. Mai 07

Kaufen Sie noch heute einen Home Server und Sie erhalten einen Ultra Mobile PC gratis dazu

Kennen Sie die Dauerwerbesendungen, die Vormittags auf einigen, teils fragwürdigen TV-Sendern laufen? Daran erinnerte mich nämlich die Eröffnungs-Keynote der diesjährigen Windows Hardware Engineering Conference (WinHEC 2007). Läuft es nicht so gut mit dem Verkauf von Vista? Warum sonst präsentierten Bill Gates und seine Gefolgsleute eine Show a la Home Shopping Television im Los Angeles Convention Center?

Image003 Besonders die beiden Product Manager der Windows Rally Technology kamen aus den "How amazing!", "Simple and secure" und anderem High-Definiton-Gequatsche gar nicht mehr heraus. Sicherlich ist es eine nette Idee, dem Anwender die Arbeit beim Vernetzen seiner elektronischen Geräte zu erleichtern. Sicherlich ist es super, alle Geräte einfach anzuschließen, miteinander zu verbinden und schon läuft die Sache rund - ohne Kenntnisse über Netzwerk-Topologien und IP-Adressen. Und sicherlich ist es faszinierend danach Video, Musik und Fotos vom Vista-Rechner auf den HD-TV zu streamen. Aber ein einziges "Hey Bill, isn't this great?" hätte es sicherlich auch getan. Und auch Bill Gates persönlich rührte die Werbetrommel. Er zeigte auf der Bühne einige Geräte - vom Desktop-PC bis zum Ultra Mobile Computer - und freute sich darüber, dass auf jedem dieser Geräte Vista läuft (oder laufen könnte). Nachdem er noch ein wenig über vergangene Tage sprach - über Vista 3.11 und die damals umstrittene GUI von Windows 95 - kam dann doch noch Inhalt ins Spiel, wenn auch nur sehr oberflächlich:

Image002 Der Windows Home Server wurde kurz vorgestellt. Ein Server kombiniert mit einer einfachen Bedienung soll für private Haushalte, in denen es mehr als einen PC gibt, den Datenverkehr koordinieren und Daten wie Videos und Musik speichern. Besonders beeindruckend ist dabei die einfache Erweiterbarkeit und der ebenso einfache Austausch defekter Festplatten - zumindest sah es auf der Bühne einfach aus... Und gerade wollte Bill noch das einmalige "Zwei-für-einen-wenn-Sie-jetzt-bestellen-Angebot" machen, da würde Ihm der Saft abgedreht: Es war eben höchste Zeit für die Nachmittags-Talkshows!

Posted by PCPro on Mai 16, 2007 at 07:43 nachm. | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack

11. April 07

Video-Effekte wie von Profis: Das neue Premiere Pro und After Effects in Adobe Creative Suite 3

Creative_suite3 Über die interessantesten Neuerungen im neuen Photoshop CS3 (click me) und die Creative Suite 3 (click me) haben wir bereits berichtet. Doch auch für Freunde des Bewegtbilds bietet die CS3 (Production Suite und Master Collection) spannende neue Features.

Verantwortlich dafür sind Premiere Pro (Videoschnitt) und After Effects (Videoeffekte) sowie einige neue Tools, die mit beiden Programmen zusammenarbeiten und die mit wenig Aufwand ansehnliche Ergebnisse liefern, für die früher stundenlange Handarbeit erforderlich war.

Full_interface Premiere Pro CS3 und mehr

Um einzelne Szenen eines längeren Videos durch Slow Motion, Rückwärtsspulen oder Fast Motion zu betonen, ist jetzt weniger Handarbeit nötig. Dank Time Remapping lässt sich die Wiedergabe direkt in der Zeitleiste durch Stauchen oder Strecken mit der Maus beeinflussen. Damit ist auch die Länge eines Videos leichter an die Dauer eines Musikstückes anzupassen, obgleich der umgekehrte Weg die Regel ist. Premiere legt automatisch neue Keyframes an und zeigt den Effekt nach wenigen Minuten an.

OnLocation: Filmen wie die Profis

Mit OnLocation CS3, dem ehemaligen DV Rack HD, wird Premiere ein mobiles Aufnahmestudio beigestellt. Ein Camcorder kann damit per Firewire direkt  direkt auf die Festplatte eines mitgeführten Notebooks aufnehmen. Monitoring-Tools sorgen dabei für die optische sowie akustische Qualitätskontrolle und erleichtern das Finden des optimalen Kamerasetup. Am Set filtern Effekte zum Beispiel Moiré-Muster oder Streifen aus dem Bild. Die Pre-Recording-Funktion zeichnet bereits auf, bevor Sie den Aufnahmeknopf am Camcorder drücken. Die Dauer ist konfigurierbar. Gespeichert wird zum Beispiel in 30sekündigen Loops, sodass nicht sofort die Festplatte voll ist.

Soundbooth: Filmmusik aus der Konserve

Audio-Verstärkung erhält Premiere mit Soundbooth, einem kleinen Audioeditor etwa für das Entfernen von Störgeräuschen, Lautstärke-Anpassung, Fade-in/out. Die Edierfunktionen stehen aber deutlich hinter denen des professionelleren Audition zurück, das nicht Teil der CS3 ist. In Soundbooth enthalten ist jedoch ein automatischer Filmmusik-Designer. Per Beispieldateien und Schieberegler-Optionen lassen sich schnell einfache Musiken und Soundeffekte passend zum Videoclip erstellen und kombinieren. Ok, symphonische Partituren sind dabei weniger zu erwarten als eher elektronische Geklimper oder dynamische Drumbeats - aber das mag immer noch besser sein als das große "Schweigen im Walde" mitten im Video von der Strandparty.

Ultra: Virtuelle Settings mit Greenscreen

Das dritte Musketier unterstützt Premiere bei Greenscreen-Aufnahmen. Ultra CS3 kombiniert nach wenigen Klicks eine Greenscreen-Aufnahme mit einem virtuellen Setting, das in die Grünfläche eingsetzt wird. Als Hintergründe eignen sich Photoshop-Dateien sowie animierte 3D-Umgebungen. Mehrere Quellen können zu einem komplexen virtuellen Set zusammengefügt werden. Die Qualität des Compositings genügt beispielsweise bei Haaren, halb transparenten Objekten oder Reflexionen zwar nicht höchsten Ansprüchen. Für die Geschwindigkeit und Einfachheit ist sie aber gut.

After Effects CS3

Die jüngste Version von After Effects bietet mit dem Marionetten-Modul ein besonderes Animations-Schmankerl. Dem Foto einer Figur zum Beispiel verpassen Sie mit leicht zuklickbaren Pins Gelenke, die Sie mit der Maus ziehen, um einfache Animationen zu erzeugen. After Effects bewegt die betroffenen Pixel mit. Je mehr Sie dabei ins Detail gehen, desto besser wird die Charakter-Animation. Simple Stehaufmännchen sind bereits nach wenigen Minuten animiert.

Puppet_3_winFür abstrakte Animationen erstellen Sie komplexe Vektorformen aus einfachen geometrischen Fomen und Polygonen. Manipulieren, replizieren und animieren Sie diese, ist schnell der bewegte Hintergrund etwa für ein kleines Musikvideo oder einen Werbeclip fertig. Beide Animationstools funktionieren auch mit Texten.

Statt sich langwierig per Trial and Error in Effekte und Parameter einzuarbeiten, können Anwender die Arbeit auch After Effects machen lassen. Brainstorm erstellt experimentelle Varianten von Projekten aus Basis grob ausgewählter Effekte. Parameter und Kombinationen wählt Brainstorm selbständig. Der User kann dann jede Variante verfeinern und anpassen oder weiter experimentieren. Die Neuerungen eignen zwar weniger für professionelle Anwender, führen Einsteiger aber schnell und einfach zu durchaus ansehnlichen Ergebnissen.Brainstorm_2_win

Posted by Heiko Mergard on April 11, 2007 at 04:18 nachm. | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack

04. April 07

Zweimal Presentations gegen PowerPoint

Seit Anfang der 90-er Jahre streiten Presentations von WordPerfect respektive Novell respektive Corel und Microsoft PowerPoint um die Nutzergunst als beste Präsentations-Software. Die Entscheidung scheint zugunsten von PowerPoint gefallen. Nun schickt sich ein weiteres Programm an, Anwendern das erzeugen von Präsentionsfolien zu erleichtern. Es trägt ebenfalls den Namen Presentations.

Presentations20071Die Nürnberger Software-Schmiede SoftMaker ergänzt mit dem Tool sein SoftMaker Office. Derzeit befindet sich das Programm im Beta-Stadium und kann von allen Usern, die ihren Namen und eine E-Mail-Adresse auf der SoftMaker-Website eintippen, kostenlos ausprobiert werden. Der Hersteller wirbt – wie Corel – mit vollständiger Kompatibilität zum Marktführer PowerPoint und einem kleineren, aber bisher nicht bekannten Preis.

Presentations20073Corel WordPerfect Presentations X3 und SoftMaker Presentations 2007: zwei Programme für die gleiche Aufgabe und mit gleichem Namen. Auf Anfrage der PC Professionell wollte Corel diesen möglichen Namenskonflikt nicht kommentieren. Das kanadische Unternehmen hat ein Trademark auf den Namen Presentations.

Presentations20072Davon unbenommen will das deutsche Software-Haus mit Hilfe der User-Rückmeldungen Presentations 2007 für den Verkaufsstart fit machen. SoftMaker-Geschäftsführer Martin Kotulla rechnet noch im ersten Halbjahr mit der Auslieferung. Besitzer des SoftMaker Office sollen günstige Upgrades kaufen können.

Posted by Mark Schröder on April 4, 2007 at 06:06 nachm. | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack

ANI-Affäre zwingt Microsoft zum Handeln

Schon eine Woche vor dem eigentlichen Patch-Termin hat Microsoft gestern eine neues Windows-Update veröffentlicht. Es schließt die am Samstag bekannte Sicherheitslücke in Windows, durch die Angreifer mittels ANI-Dateien Schadcode auf den Windows-Rechner schleusen können. ANI-Dateien werden von Webseiten und HTML-E-Mails genutzt, um animierte Cursor darzustellen. Über speziell präparierte Seiten und Mails gelangt Malware auf den PC - ohne, dass der Anwender etwas bemerkt!!!

Da alle Windows-Versionen von 2000 bis Vista betroffen sind, sollten Nutzer dieser Betriebssysteme unbedingt sofort das Update einspielen. Wer automatische Updates aktiviert hat, wird ohnehin mit dem Patch versorgt, der nebenbei auch noch andere Lücken schließt.

20070404_101700 Antivirenhersteller wie Avira hatten schneller reagiert als Microsoft und schon vorab ihre Scanner mit neuen Signaturen ausgesttatet (s. Abbildung). Warum Microsoft so lange auf sich warten ließ, ist nicht ganz klar. Zumal das Problem schon seit Dezember 2006 bekannt sein soll.

Schon vor knapp zwei Jahren hatte es übrigens ein ähnliches Problem mit ANI-Dateien gegeben. Damals setzten Angreifer jedoch an einem anderen Punkt innerhalb der animierten Cursor an, um Schädlingen einzuschleusen.

Posted by Christian Lanzerath on April 4, 2007 at 10:53 vorm. | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack

02. April 07

Sicherheit entscheidet über Erfolg von Online-Office

Die Sicherheit technischer Neuentwicklungen wird in Deutschland zu kritisch betrachtet. Für die Nutzung von zum Beispiel Web-2.0-Applikationen in Unternehmen entstehen so hohe Hürden, sagte Klaus Radermacher, Geschäftsführer des Dresdener IT-Dienstleisters T-Systems Multimedia Solutions der PC Professionell.

Tsystems3 Für Privatanwender wie Unternehmen gilt nach Meinung Radermachers: die Entscheidung für oder gegen den Einsatz von Online-Applikationen wie Google Docs & Spreadsheets ist hauptsächlich eine emotionale. Da hierzulande eine große Angst um persönliche Inhalte und sensible Firmendaten herrsche, würden Anwender von Online-Tools eher die Finger lassen oder sie beispielsweise nur für Urlaubsgrüße nutzen. Anders in den USA: Dort hätten User weniger Bedenken, den Web-Applikationen eigene Daten anzuvertrauen.

Microsoft als Erfolgsfaktor

Wie der T-Systems-Chef der PC Professionell weiter sagte, sei das Verhalten Microsofts außerdem mitentscheidend dafür, ob sich Büro-Applikationen im Browser durchsetzten oder nicht. Beim Suchmaschinen-Betreiber Google stellt kein Unternehmen interne Dokumente ein, meint Radermacher. Wenn aber Microsoft eine Online-Version seiner Office-Software anbietet, könnte der Markt in Bewegung kommen.

Im Herbst des Vorjahres hatten Medien berichtet, die nächste Ausgabe von Microsoft Works sei als Live-Applikation geplant. Der weltgrößte Software-Hersteller hat diese Berichte weder bestätigt noch dementiert.

Technik befördert Online-Nutzung
Tsystems1 Im Gegensatz zu den Jahren nach der Jahrtausendwende sind die technischen Voraussetzungen für die so genannte Software as a Service heute vorhanden. Radermacher zufolge hapert es heute allein beim Upstream.

Schnelle Internet-Zugänge böten ausreichend Geschwindigkeit, um flüssig mit Online-Anwendungen arbeiten zu können. Allerdings sei es eine Qual, zum Beispiel umfangreiche Dokumente auf Google-Server zu laden. Künftige Anschlüsse müssen zusätzlich zum hohen Downstream-Tempo auch schnelle Uploads ins Web erlauben, damit sie den Erfordernissen von Online-Anwendungen gerecht werden, sagte der T-Systems-Manager.

Gesetzgeber hinkt hinterher
Noch nicht im Internet-Zeitalter angekommen sind nach Meinung Radermachers der deutsche und viele europäische Gesetzgeber. Während die Bürger dank der neuen Web-2.0-Dienste ungezügelt ihre Meinung im Internet veröffentlichten und dabei immer wieder Lücken des geltenden Rechts nutzten, kommen die Parlamentarier mit dem Stopfen von Gesetzeslöschern kaum hinterher.

Für die Bürger bedeuteten Tools wie Blogs und Wikis mehr Meinungsfreiheit: War es bisher der Presse vorbehalten, Beiträge zu veröffentlichen, kann im Internet heute Jedermann seine Meinung für die breite Masse zugänglich machen. Damit wächst allerdings auch die Mündigkeit der Bürger, sagte T-Systems-Chef.

Posted by Mark Schröder on April 2, 2007 at 02:35 nachm. | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack

28. März 07

Genial für Kreativ-Profis: Adobe Craetive Suite 3 (CS3) mit neuem Photoshop, Illustrator, InDesign, Dreamweaver, Premiere Pro, Flash und Dutzenden pfiffiger Neuerungen

Creative_suite3 Das neues Magnum Opus für Mediengestalter heißt Adobe Creative Suite 3 Master Collection. Die CS3 ist das derzeit größte Komplettpaket für Kreative mit Profi-Tools für Bildbearbeitung, Layout, Webdesign, Illustration, Animation, Video- und Soundediting, DVD-Authoring und PDF-Workflow. Alle 20 Applikationen der Master Collection - mit zum Teil sehr pfiffigen Features - sind neue Versionen.

Die Übernahme von Macromedia durch Adobe merkt man auch dem Software-Portfolio der CS3 an: Dreamweaver, Fireworks, Flash und Contribute wurden gleich mit dazugepackt. Insgesamt hat Adobe sechs verschiedene Pakete geschnürt: Creative Suite 3 Web Standard, Web Premium, Production Suite, Design Standard, Design Premium und besagte Master Collection.

Die wichtigsten Highlights der neuen Creative Suite 3 stellen wir Ihnen in unserem Beta-Test in der aktuellen PC Professionell 5/2007 vor.

Hier im Web können Sie schon einmal reinschnuppern. Heute: Der neue Photoshop CS3 Extended. Die Final-Versionen wird Adobe voraussichtlich Mitte April (englisch) und Anfang Mai (deutsch) veröffentlichen.

Photoshop CS3Photoshop_anim

Mit der Funktion Smart Filter lassen sich Effekte jetzt als Ebenen in Projekte einfügen, verändern aber nicht die Originalbilddaten. Sie bleiben zudem weiter bearbeitbar und können sich mittels Maskierung nur auf definierte und ebenfalls weiter anpassbare Bildbereiche auswirken.
Super nützlich für HDR-Fotografen und Top-Gruppenfotos sind die Automatiken für das Ausrichten von Einzelbildebenen und das Angleichen von Überblendungen.
Das neue Bedien-Interface schafft endlich mehr Platz auf der Arbeitsfläche.
Wirklich cool ist das Zwiebelhaut-Feature, mit dessen Hilfe man binnen weniger Minuten einfache Animationen direkt in Photoshop bauen kann, Bild für Bild wie bei den klassischen Zeichentrick-Künstlern von Disney und Co.

Neuer Photoshop: Extended

Mit CS3 Extended gibt es eine völlig neue Photoshop-Version, die eine Reihe interessanter Extras bietet. Sie ist vor allem für Videodesigner, Animatoren und Wissenschaftler, etwa Mediziner, gedacht.
Zum Beispiel: Videobearbeitung Frame-by-Frame, Zeichentrick-Zeichnungen, Bildanalyse, erweiterte Mess- und Zähltools sowie umfangreichere 3D-Funktionen im Fluchtpunkt-Raster-Tool, dessen Raster sich auch nach After Effects exportieren lassen.

Fazit: Schon die Beta-Version von Photoshop CS3 Extended macht Spaß. Die Neuerungen helfen Profis schneller zu einem ersten ansehnlichen Ergebnis zu kommen. Für perfekte Detailarbeit müssen sie natürlich weiterhin Zeit und Mühe investieren. Trotz der Zunahme von Automatiken, die beste Arbeit erfolgt immer noch manuell.

Posted by Heiko Mergard on März 28, 2007 at 01:59 nachm. | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack

20. März 07

Vista-Crack? Nein, Vista-Aktivierung 2.0 mit offizieller Hintertür von Microsoft

Skiprearm_reg_forumtechnetUm Windows Vista ein ganzes Jahr und darüber hinaus ohne Aktivierung nutzen zu können, bedarf es angeblich keines Hacking. Microsoft selbst hat einen Workaround für Administratoren veröffentlicht, der Fehler beim Befehl sysprep umgeht und die Aktivierung ein Jahr lahm legen kann - wie Brian Livingston in seinem Blog schreibt. Diese quasi offizielle Umgehung der Aktivierung sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Einsatz des Betriebssystems nur legal ist, wenn eine gültige Lizenz erworben wurde - Aktivierung hin oder her.

Der Knowledge-Base-Artikel 929828, in dem das Vorgehen beschrieben wurde, ist inzwischen zwar offline, in den Technet-Foren von Microsoft finden sich die Informationen aber nach wie vor (siehe z.B. Screenshot oben links; Klicken, um zu vergrößern). Eine wiederholte Kombination des Registry-Schlüssels SkipRearm und des Kommandos slmgr –rearm hält Vista Ultimate, Business und Home Premium ein Jahr betriebsfähig auch ohne Aktivierung. Gecrackt wird dabei gar nichts, sondern lKb929828_proofediglich eine von Microsoft zur Verfügung gestellte Funktion genutzt.

Windows-Updates vs. Aktivierungs-Trick

Windows-Updates können den Trick zwar wirkungslos machen. Da der Workaround aber für Unternehmenskunden gedacht war, ist es möglich, dass dieser mit Vista Business, Enterprise und Ultimate auch weiterhin funktioniert. Und wer weiß, in welchen Dateien die Rearm- und SkipRearm-Zähler abgelegt sind, kann diese so manipulieren, dass Vista unbegrenzt ohne Aktivierung läuft. Der ganze Vorgang lässt sich mittels Steuerdatei soweit automatisieren, dass der Nutzer nichts von den Workarounds im Hintergrund mitbekommt.

Ungleichbehandlung der Nutzer

Mit dem veröffentlichten Workaround schießt sich Microsoft im Grunde ein Eigentor und führt die im Vorfeld des Vista-Launches proklamierte Aktivierung 2.0 für mehr Sicherheit und Piraterieschutz ad absurdum. Ärgerlich daran ist vor allem, dass Vista-Anwender ungleich behandelt werden: Während Privat-User mit der Aktivierung gegängelt werden und zuweilen mit Fehlalarmen rechnen müssen, erhalten Business-Kunden geheime Workarounds.

Update:

Der von Livingston beschriebene "Trick" ist eine Ente. Im PCpro-Labor haben wir das jetzt mit Vista Home Premium, Business und Ultimate getestet. Fazit: Über die alt bekannten 120 Tage hinaus geht gar nichts (30 Tage Grace-Period plus 3 x Rearm-Befehl, also 3 x 30 Tage = 4 x 30 = 120 Tage). Der SkipRearm-Schalter ist nur für den administrativen Einsatz beim Testen von Images per sysprep /generalize nützlich, den Rearm-Count von Vista, de rmaximal drei erlaubt, setzt er nicht zurück. Natürlich ist es denkbar, die Datei, in der Vista den Rearm-Count ablegt zu manipulieren. Dazu müsste man diese erstmal in einer gigantischen Log-Datei aufspüren, entschlüsseln und den entsprechenden Wert auffinden. Darüber hinaus wäre dies in jedem Fall illegal. Vermutlich würde dies jeder deutsche Richter als unerlaubtes Hacking (Cracking) bezeichnen.

Links zum Thema:

Funktion SkipRearm (hier nicht als Registry-Key, sondern als xml-Beispiel):

http://technet2.microsoft.com/WindowsVista/en/library/aefc41f4-a3ec-4f98-a1dc-88a0d045172b1033.mspx?mfr=true

Foren-Artikel im MS-Technet, der über einige Fehler mit sysprep informiert und auf den Workaround verweist in der Knowledge-Base:

https://forums.microsoft.com/TechNet/ShowPost.aspx?PostID=1008545&SiteID=17

Beweis, dass der kb-Artikel online war und von Microsoft jetzt vom Netz genommen wurde:

http://support.microsoft.com/search/default.aspx?query=929828&catalog=LCID%3D1033&spid=&qryWt=&mode=r&cus=False&x=14&y=12

Foren-Artikel über den Registry-Eintrag zu SkipRearm:

http://forums.microsoft.com/Genuine/ShowPost.aspx?POstID=843925&SiteID=25

Posted by Heiko Mergard on März 20, 2007 at 03:55 nachm. | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack

19. März 07

Service Pack 2 für Windows 2003 Server: Mehr Sicherheit, Stabilität und Leistung

W2003serversp2 Mit dem SP2 bündelt Microsoft eine solide Anzahl an Updates und Hotfixes in einem Paket für Windows 2003 Server sowie Windows XP Pro x64. Hinzu kommen neue Features wie XMLlite (Bibliothek für XML-basierte Applikationsentwicklung) und SNP (Scalable Network Pack). Verbesserungen erfahren zum Beispiel die Windows Deployment Services (WDS), Firewall (Per-Port-Authentication), Management-Konsole (3.0), WPA (2), iCACLS, IPsec Filter-Management, bessere Performance im Bereich Virtualisierung, und es gibt neue Events für Cluster Service Accounts. Als besonders nützlich könnte sich auch das neue Hotfix-Scan-Tool erweisen, das prüft, ob ein Update eventuell mit älteren Hotfixes kollidieren könnte und in Problemfällen ein Rollback erlaubt.

Umfangreiche Infos, Downloads und Bestelloptionen gibt es bei Microsoft unter http://www.microsoft.com/technet/windowsserver/sp2.mspx

Posted by Heiko Mergard on März 19, 2007 at 02:47 nachm. | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack

02. März 07

Aktfotografie digital: Erotikfotos in sechs Schritten

Buch_erotik_digi_fotografie Hemmungen, an einem Volkshochschul-Workshop zum Thema Aktfotografie teilzunehmen, aber trotzdem mit den Ergebnissen der In-house-Versuche mit Frau oder Freundin unzufrieden? Jens Brüggemann hilft, und zwar mit seinem Buch "Moderne erotische Digital-Fotografie", jüngst erschienen bei MITP. Fern der öffentlichen Schamgrenze lassen sich damit die Grundlagen erfolgreicher Aktfotos einstudieren. Frau/Freundin wird es zu schätzen wissen, wenn sie danach in besserem Lichte erscheint ;-))

Akt1 Am Anfang war das Blättern: So einladend das Cover-Foto auch ist, so durchwachsen sind die Beispielfotos im Innenteil: Da findet sich recht wenig wirklich Neues oder echte Kunst, aber vergleichsweise viel 4-Farb-Heftchen-Ästhetik (S. 25, 39, 44, 46, 60 usw.) bis hin zu vereinzelten "Gelegenheits-Urlaubsfotos" (S.109) und Bildern, die sich deutlich von der Erotik entfernen hin zur Pornografie (S.131).

Akt2 In sechs Schritten zum sexy Foto: Brüggemann strukturiert sein Buch in sechs Kapitel, denen jeweils ein "Schritt" enstprechen soll: 1. Die Ausrüstung, 2. Das Modell, 3. Die Bildidee, 4. Die Location, 5. Die Fotosession und 6. Die Nachbearbeitung. Aktfotografie wird für den Leser damit als die umfassende Herausforderung dargestellt, die sie ist. Wichtige Fragen werden nicht ausgelassen wie z.B.: Beleuchtungstechnik, Fotografieren mit Models vs. der Frau von nebenan, rechtliche Aspekte, Make-up, Posing sowie einige Stile (Klassisch, Körperlandschaft, Experimente, Werbung, Pin-up, Fetisch..). Da die jeweiligen Aspekte nur ausgesprochen kurz abgehandelt werden, eignet sich der Band vor allem für Einsteiger, die sich einen ersten Überblick über die Aktfotografie verschaffen wollen. Trotz der 6-Schritt-Struktur wirkt der Band etwas zu durcheinander geraten für ein Lehrbuch. Das hängt auch mit den zum großen Teil zu kurzen Abschnitten zusammen, die den Leser allzu hektisch durch die Vielfalt kleiner Bildchen und Motive treiben. Andere Leser mögen dies aber als Abwechslungsreichtum empfinden. Die äußere Aufmachung des Bandes hatte bei mir jedoch höhere Erwartungen geweckt.

Akt4 Auf der beigelegten CD-ROM findet sich eine knapp 270 MByte große Diashow. Nachdem die Monsterdatei endlich geladen ist, sieht man aber vor allem den Fotografen bei der Arbeit (ehrlich gesagt wenig interessant) und seine Locations. Neben einigen Aktfotos mogeln sich dann noch einige Werbefotos mit Fotozubehör hinein, die sich den Vorwurf der Schleichwerbung gefallen lassen müssen. Bildwechsel und Übergänge erfolgen sehr hektisch, die Reihenfolge beliebig. Da es keine kapitel gibt, muss man sich das Teil am Stück antun. Ich schätze aber, dass nur wenige Benutzer einen Grund finden werden, sich die Diashow (die für das, was sie bietet definitiv zu groß ist) ein zweites Mal anzusehen. Seine besseren Bilder hat Herr Brüggemann offenbar für sich behalten.

Fazit: Schöner Einband, der viel verspricht, aber nicht so viel hält. Abwechslungsreiche Inhalte, die aber jeweils etwas zu kurz kommen. Bietet interessante Einblicke für Einsteiger in die Aktfotografie. Das Preis-Leistungsverhältnis ist absolut OK.

Jens Brüggemann: Moderne erotische Digitalfotografie"
Preis: 40 Euro (271 Seiten, Softcover, CD-ROM)

Leseproben im WEb: www.mitp.de/1687

Posted by Heiko Mergard on März 2, 2007 at 10:12 vorm. | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack

28. Februar 07

Browserkrieg Teil II? MS attackiert VMware

Mit den hauseigenen Virtualisierungsprodukten Virtual Server und Virtual PC konnte Microsoft bisher keinen Blumentopf gewinnen. Das soll zukünftig anders werden, schliesslich wird im kommenden Longhorn Server die Virtualisierung fest integriert sein.   VMware beklagt die restriktiven Lizenzbedingungen in einem detaillierten Whitepaper, die Gegendarstellung von Microsoft  beschränkt sich bisher auf nichtssagende Gemeinplätze. Kern der Vorwürfe: Dem Microsoft-Kunden wird der Einsatz von Virtualisierungsoftware anderer Hersteller erschwert, damit Kunden auf MS-eigene Produkte ausweichen müssen.

Die Parallelen zum Browserkrieg MS vs. Netscape Mitte in den neunziger Jahren sind offensichtlich. Heute wie damals operiert Microsoft in einem lukrativen Marktsegment eher glücklos und versucht das durch seine Marktmacht zu kompensieren. Auf technischer Ebene dürfte der Vorsprung von VMware in absehbarer Zeit nicht einzuholen sein, daher ist eine Attacke auf rechtlicher Ebene die fast schon logische Konsequenz.

Posted by Sascha Steinhoff on Februar 28, 2007 at 02:27 nachm. | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack